Nedganzbachert – ich steh’ dazu!

Warten

25.04.2008 · 2 Kommentare

Nichts.
Keine Mail, keine SMS, kein Anruf.
Heute Morgen habe ich als erstes meinen Rechner eingeschaltet – den Strom hätte ich sparen können.

Dabei wird doch den Männern vorgeworfen, sie seien nicht kommunikativ.

Bin nur ich es, der ein Mitteilungsbedürfnis hat?
Jetzt nur nicht damit beginnen, nach Erklärungen dafür zu suchen, dass ich seit einer Woche nichts von ihr gehört habe.
Sie war ziemlich fertig und hat sich kurz gefasst, weil sie einen Todesfall in der Verwandtschaft hatte.

Wenn ich nicht von einer Ihrer Freundinnen gehört hätte, wie wichtig ich ihr in den letzten Monaten geworden bin, schlösse ich aus Ihrem Verhalten einfach auf Desinteresse.
Das wäre schade, denn es gibt nicht viele Menschen, mit denen ich so offen sprechen kann.

Was ist mein Problem?
Gut, ich mache mir Sorgen um sie. Oder besser - ich möchte, dass es ihr gut geht.
Vielleicht fühle ich mich aber auch zurück gesetzt.
Würde sie jetzt anrufen und sich entschuldigen, dass sie sich so lange nicht gemeldet hat, würde ich sagen, das sei schon in Ordnung.
Wäre das gelogen?

Kategorien: Akutes
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2 Antworten bis hierher ↓

  • paradalis // 09.11.2008 um 22:59 | Antworten

    Spannend, Herr Nedganzbachert. Spannend. Jetzt lese ich mich schon eine ganze Weile fest.
    -
    Gestatten Sie mir eine Frage?

    -

    Warten Sie noch immer?
    Nun. Vielleicht beantwortet sich meine Frage von selbst. Ich lese mal weiter…

    Herzlichst und so.
    H.
    :-)

  • nedganzbachert // 10.11.2008 um 8:54 | Antworten

    Diese Art des Wartens, bei dem wegen fehlender Information ein Gedankenkarussell anläuft und ich mich zwingen muss, keine voreiligen Schlüsse aus dem Ausbleiben von Reaktionen zu ziehen, ist ein Phänomen, das immer wieder auftaucht.
    Aber momentan warte ich auf niemanden bestimmten.

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