Kokon
—
Das Leben
Sprüht auf den Straßen.
Die Luft knistert, während
Sich Menschen an ihr reiben.
Füße tanzen auf dem Asphalt
Mit Sonnenstrahlen um die Wette.
Lächeln springt von Gesicht
Zu Gesicht.-o-
Ich stehe
Unter all den Menschen.
Doch ich bin nicht bei Ihnen.
Meine Beine sind gefesselt, die Füße
Wollen ohnehin nicht tanzen.
Ich bin isoliert, fühle die
Spannung nicht.-o-
Watte
Hüllt mich ein,
Nimmt mir die Luft,
Doch sie fehlt mir nicht.
Ich sehe die Sonne, sie blendet,
Doch sie wärmt mich nicht.
Würde ich Regen fühlen?
Oder Hagel?-o-
Siehst Du mich?
Siehst Du meinen Kokon?
Kannst Du ihn zerreißen?
Möchte ich das?
Lebe ich?—

4 Antworten bis hierher ↓
Jacqueline // 28.10.2008 um 14:14 |
Leider hast Du keine Quelle für dieses Gedicht angegeben. Im Internet habe ich es nicht gefunden. Weisst Du von wem es ist?
nedganzbachert // 28.10.2008 um 14:30 |
Es ist von mir, weshalb ich – mit meiner Erlaubnis – auf die Quellenangabe verzichtet habe.
Jacqueline // 28.10.2008 um 21:48 |
in manchem, das du schreibst, liegt eine erfrischende heiterkeit und in anderem eine bedrückende last. wie passt das alles in einen menschen? möchte ich fragen und weiss doch, dass ich das schon kenne
nedganzbachert // 29.10.2008 um 13:48 |
Mit 100 kg verfüge ich über einen ausreichenden Resonanzraum, in dem ich viele meiner Saiten anklingen lassen kann