Seit Freitag hat sich vielleicht mancher schon die Frage gestellt, was griechische Götter mit unvorhergesehen Geschäftsreisen zu tun haben.
Nun, bei dieser Veranstaltung handelte es sich um den Kundentag eines Software-Herstellers, der unter dem Motto „Mit xy zum Olymp“ stand.
Dazu passend gab es ein abendliches Event, dessen Ablauf bis zum Abend ein gut gehütetes Geheimnis der Marketingabteilung des Unternehmens blieb.
Um 19 Uhr wurden verschiedenfarbige Seile an die Teilnehmer der Tagung verteilt, die sie zu Mitgliedern einer Gruppe mit besonderen Aufgaben machten.
Die Gewandmeister waren zuständig für die Herstellung von 350 griechischen Gewändern, die Träger schleppten Unmengen von Kartons in die Veranstaltungshalle mit der Größe eines Flugzeughangars, die Baumeister errichteten mit den Kartons einen gewaltigen Tempel mit Säulen, die einen Durchmesser von einem Meter aufwiesen und dann gab es noch die armen Schweine, die sich mit der Farbe ihres Strickes Gürtels das zweifelhafte Vergnügen ausgesucht hatten, als Artist, Tänzer oder Sänger einen Beitrag zum Gelächter der Anderen liefern zu dürfen.
*schadenfrohgrins*
Manche hatten sich auf Ihre Gewänder die Namen griechischer Gottheiten geschrieben.
Eros war ein schmächtiger Jüngling, den ein halbwegs leidenschaftliches Seufzen einer richtigen Frau unversehens aus seinem zu großen Gewand geblasen hätte.
Amor hatte eine Leibesfülle, deren eigene Gravitation verhindert hätte, dass ein Pfeil seinen Bogen verlässt oder diesen nach kurzer Zeit in eine tiefe Umlaufbahn um seine Körpermitte gezwungen hätte.
Herakles wirkte mit seinen hängenden Lidern wenig heldenhaft und hätte sich besser den Namen Hypnos gewählt, da er den Gott des Schlafes sehr überzeugend verkörpert hätte und diese Rolle ohnehin frei blieb.
Adonis war eine beachtliche Erscheinung – aber den Begriff ‘Schönheit’ konnte ich auch mit bestem Willen nicht in Bezug zu ihm bringen.
Apollon zeigte am Buffet ebenso wenig Mäßigkeit, wie alle anderen Götter, was bei diesem Angebot durchaus verständlich war. Zumindest hat er sich, wie von ihm zu erwarten, (in der Öffentlichkeit) sittlich verhalten.
Einzig Aphrodite machte Ihrem Namen alle Ehre, war aber vom niederen Volk von Männern so belagert, dass man sie kaum zu Gesicht bekam.
Der Gott des Schlafes besuchte mich in dieser Nacht doch noch – so gegen 02:30 Uhr.


6 Antworten bis hierher ↓
raeuberbraut // 24.11.2008 um 15:54 |
Lach, eine interessante Wiedergabe
Adonis war eigentlich ein „Sterblicher“, aber er war der Geliebte von Aphrodite… – da gibts eine interessante Geschichte zu.
Übrigens, wo gibts denn diesen hübschen Mann oder ist das etwa auch ein Gott auf dem Bild?? Kann man den bestellen
raeuberbraut // 24.11.2008 um 15:55 |
ups, mit Brille wäre das nicht passiert, dann hätte ich gesehen, dass das Adonis ist. Ja, so habe ich ihn mir vorgestellt – schade eigentlich, der Mann ist ja auch schon vergeben und Ärger mit Aphrodite möchte ich nun wirklich nicht bekommen
nedganzbachert // 24.11.2008 um 16:35 |
@ronja: Im Gegensatz zu Männern, achten Frauen einfach mehr auf Äußerlichkeiten
Wohlgesonnene // 25.11.2008 um 0:15 |
Gute Nacht, Herr Ngb, schlafen Sie gut. Und träumen Sie was von… na, Sie wissen schon.
nedganzbachert // 25.11.2008 um 8:35 |
Liebe Wohlgesonnene,
schön dass Du hier bist!
Ich weiß zwar nicht, wer Du bist, aber ich weiß von
wemwas ich träumen möchte.Doch woher meinst Du das zu wissen?
Ich habe den Verd8, dass „Wohlgesonnene“ nicht Dein richtiger Name ist und Du Dich hier inkognito aufhältst …
Wohlgesonnene // 25.11.2008 um 14:17 |
Lieber Ngb, „Sie wissen schon“.