Nedganzbachert – ich steh’ dazu!

Einträge werden als ‘Gelesen’ kategorisiert

„Total“ oder „Eine ganz normale Bahnfahrt“

24.08.2009 · 10 Kommentare

Die junge Dame mit vorstehender Unterlippe und herabhängenden Mundwinkeln liest konzentriert in der aktuellen Ausgabe „Das neue Echo der Frau mit Herz von Heute im Spiegel“ (Vielleicht war es auch eines der anderen Blätter, deren wichtigstes Interpunktionszeichen das Fragezeichen ist, um Verleumdungsklagen zu vermeiden).

„Hat Sie ein Alkoholproblem?“

prangt auf einer bunten Seite.

(Diese Frage bezog sich in der aktuellen Ausgabe auf eine bestimmte Sängerin, diese Sentenz wird jedoch sicher als Textbaustein gespeichert, da sie ohne Anpassung später noch für diverse Schauspielerinnen, Girlies oder Prinzessinnen verwendet werde kann.)

Neben den Fragezeichen gibt es auch noch Text.

Wenig – Sehr wenig!

Und große Bilder!

Über einer anderen Seite lautet die Headline

Wasserspiele

Ebenfalls wenig Text neben einem großen, jedoch etwas körnigen Bild.

(Klar! Was soll man auch sonst zu einem Bild schreiben, das – auch für einen Hobbyfotografen offensichtlich – mit einem Extrem-Tele-Objektiv aufgenommen wurde und das eine Prominente zeigt, deren Brustwarzen sich durch ihr nasses Oberteil drücken?!)

Im kleinen Textblock genügen schon eine kurze Angabe zur Person des Promis und der Name des Ferienortes.

Vier ältere Herrschaften betreten den Zug und setzen sich. Sie kommen von einer größeren Wanderung (Interpretation meinerseits, aufgrund der Wanderschuhe, Kniebundhosen, Rucksäcke und ihrer körperlichen Verfassung).
Die beiden Damen setzen sich in die Mitte und werden von den Herren eingerahmt.

Sie1: Fährd der Zug bis Konschdanz durch?

Er1: I wois ned.

Sie1: Oder bloibd er in Stuagart?

Er1: I wois doch nedda!

Sie1: No missä mir halt den Schaffner frage. Wann kummt der?

Er1: I wois ned.

Sie1: Immer wenn ma den Schaffner brauchd, kummt er ned.

Er1: Mmh.

Sie1: (zu ihrer Nachbarin) Woisch, wenn ma uf dr Schaffner wartet, kummt er ned.

Sie2: Ja, genau!

Sie1: Aber wenn ma dr Schaffner ned brauchd, dann kummt er.

Sie2: Stimmt!

Sie1: Kennsch des au?

Sie2: Ja, total.

Sie1: (zu ihm) Hosch Du unsre Tickets?

Er1: Ja.

Sie1: Bisch dir au sicher?

Er1: Ja!

Sie1: Siehsch?! Da kemma lang uf’n Schaffner warte.

Sie2: Freilich! Wenn ma uf die wartet, kumme se ned.

Er2: (verdreht die Augen zur Decke und schweigt mit verkniffenen Lippen)


Die jetzt folgende peinliche Stille wird etwas durch das fröhlich-aufgeregte Gegacker einiger Prosecco-Lerchen aus dem Nachbarwagon aufgelockert.


„Amy total einsam in London“

(Sind die Londoner alle im Urlaub? Zumindest mein Cousin sollte zuhause sein, doch dieser hat klassische Musik studiert und vielleicht fehlt deshalb eine gemeinsame Basis für längere Gespräche. Ich sollte mich mal wieder bei ihm melden. Sicher ist er auch total einsam in London.)

„Heidi ist total im Stress“

(Was soll ich dazu sagen? Mir wäre es auch lieber gewesen, sie hätte auf die eine oder andere Aktivität verzichtet, z.B. Germany‘s Next Topmodel)

„Sie will Jackos Kinder“

(Es war wohl eine seiner Schwestern gemeint, aber es kommen noch ein paar andere Frauen in Frage)

„In die Psychiatrie eingewiesen“

(Interessiert mich nicht. Ich kenne diesen Typen nicht einmal)

Die hochbrisanten Informationen prallen auf die junge Leserin, die jedoch nicht mit der Wimper zuckt

Umfragen der Woche:

„Hätte Sarah die Finger von Diego lassen sollen?“

„Traust du Robbie ein erfolgreiches Comeback zu?“

„Nimmt sich Megan zu viel raus“

(Ich werde gespannt auf die repräsentativen Ergebnisse warten, die sicher auch in den Nachrichten veröffentlicht werden.)

Sie1: (zu ihrer Nachbarin) Woisch, Früher heds viel mee Schaffner gebn.

Sie2: Ja, genau!

Sie1: Heid gibts viel weniger.

Sie2: Ja, total!


Ich bin hin und her gerissen, wohin ich meine Aufmerksamkeit lenken soll, doch plötzlich fällt mir die Entscheidung sehr leicht:

In der Zeitschrift der jungen Dame ist auf einem großen Bild zu erkennen, wie Jennifer Lopez an ihrem Kleidchen nestelt, weil sich ihre Haare in einem Knopf verfangen haben. Ich beginne meine Chancen zur Flucht abzuwägen, wenn ich der Frau am nächsten Bahnhof die Zeitschrift entreiße und aus dem Zug stürze …

Die junge Dame mit vorstehender Unterlippe und herabhängenden Mundwinkeln liest konzentriert in der aktuellen Ausgabe „Das neue Echo der Frau mit Herz von Heute im Spiegel“ (Vielleicht war es auch eines der anderen Blätter, deren wichtigstes Interpunktionszeichen das Fragezeichen ist, um Verleumdungsklagen zu vermeiden).

„Hat Sie ein Alkoholproblem?“ prangt auf einer bunten Seite (Diese Frage bezog sich in der aktuellen Ausgabe auf eine bestimmte Sängerin, diese Sentenz wird jedoch sicher als Textbaustein gespeichert, da sie ohne Anpassung später noch für diverse Schauspielerinnen, Girlies oder Prinzessinnen verwendet werde kann.)

Neben den Fragezeichen gibt es auch noch Text.

Wenig (Sehr wenig).

Und große Bilder!

Über einer anderen Seite lautet die Headline „Wasserspiele“

Ebenfalls wenig Text neben einem großen, jedoch etwas körnigen Bild.

Klar! Was soll man auch sonst zum Bild einer Prominenten schreiben, deren Brustwarzen sich durch ihr nasses Oberteil drücken und das (auch für einen Hobbyfotografen offensichtlich) mit einem Extrem-Tele-Objektiv aufgenommen wurde.

Im kleinen Textblock genügen schon eine kurze Angabe zur Person des Promis und der Name des Ferienortes.

Vier ältere Herrschaften betreten den Zug und setzen sich. Sie kommen von einer größeren Wanderung (Interpretation meinerseits, aufgrund der Wanderschuhe, Kniebundhosen, Rucksäcke und der körperlichen Verfassung). Die beiden Damen setzen sich in die Mitte und werden von den Herren eingerahmt.

Sie1: Fährd der Zug bis Konschdanz durch?

Er1: I wois ned.

Sie1: Oder bloibd er in Stuagart?

Er1: I wois doch nedda!

Sie1: No missä mir halt den Schaffner frage. Wann kummt der?

Er1: I wois ned.

Sie1: Immer wenn ma den Schaffner brauchd, kummt er ned.

Er1: Mmh.

Sie1: (zu ihrer Nachbarin) Woisch, wenn ma uf dr Schaffner wartet, kummt er ned.

Sie2: Ja, genau!

Sie1: Aber wenn ma dr Schaffner ned brauchd, dann kummt er.

Sie2: Stimmt!

Sie1: Kennsch des au?

Sie2: Ja, total.

Sie1: (zu ihm) Hosch Du unsre Tickets?

Er1: Ja.

Sie1: Bisch dir au sicher?

Er1: Ja!

Sie1: Siehsch?! Da kemma lang uf’n Schaffner warte.

Sie2: Freilich! Wenn ma uf die wartet, kumme se ned.

Amy total einsam in London (Sind die Londoner alle im Urlaub? Zumindest mein Cousin sollte zuhause sein, doch dieser hat klassische Musik studiert und vielleicht fehlt deshalb eine gemeinsame Basis für längere Gespräche. Ich sollte mich mal wieder bei ihm melden. Sicher ist er auch total einsam in London.)

Heidi ist total im Stress. (Was soll ich dazu sagen? Mir wäre es auch lieber gewesen, sie hätte auf die eine oder andere Aktivität verzichtet, z.B. Germany‘s Next Topmodel)

Sie will Jackos Kinder (Es war wohl eine seiner Schwestern gemeint, aber es kommen noch ein paar andere Frauen in Frage)

In die Psychiatrie eingewiesen (Interessiert mich nicht. Ich kenne diesen Typen nicht einmal)

Die hochbrisanten Informationen prallen auf die junge Leserin, die jedoch nicht mit der Wimper zuckt

Umfragen der Woche:

Hätte Sarah die Finger von Diego lassen sollen?

Traust du Robbie ein erfolgreiches Comeback zu?

Nimmt sich Megan zu viel raus?

Ich warte gespannt auf die repräsentativen Ergebnisse, die sicher auch in den Nachrichten veröffentlicht werden.

Sie1: (zu ihrer Nachbarin) Woisch, Früher heds viel mee Schaffner gebn.

Sie2: Ja, genau!

Sie1: Heid gibts viel weniger.

Sie2: Ja, total!

Ich bin hin und her gerissen, wohin ich meine Aufmerksamkeit lenken soll, doch plötzlich fällt mir die Entscheidung sehr leicht:

In der Zeitschrift der jungen Dame ist auf einem großen Bild zu erkennen, wie Jennifer Lopez an ihrem Kleidchen nestelt, weil sich ihre Haare in einem Knopf verfangen haben. Ich beginne meine Chancen zur Flucht abzuwägen, wenn ich der Frau am nächsten Bahnhof die Zeitschrift entreiße und aus dem Zug stürze …

Kategorien: Gehört · Gelesen

Verkehrte Welt

27.04.2009 · Kommentar schreiben

Stellt den ganzen Tag auf den Kopf:

Schlaft lange, steht nur auf, um einen Mitternachtsimbiss zu euch zu nehmen – zu Mittag!
Macht dann ein Nachmittagsschläfchen
und steht am Abend auf
und geht gemeinsam aus,
Hand in Hand, auf der Suche nach einem späten Frühstück.
Macht die Nacht durch,
geht spazieren und plaudert,
und während ihr den Sonnenaufgang beobachtet,
sagst Du Deinem Partner,
wie sehr Du ihn liebst.

aus ‘Fiesta of Happiness

Kategorien: Gelesen

Es geht auch ohne …

14.03.2009 · 16 Kommentare

Wie Schwarzer Kafka richtig bemerkt, stört das Papierset auf Lilas Photo. Diese verweist Schwarzer Kafka mit diesem Einwand an mich, was die Interpretation nahe legen könne, dass ich für diesen faux pas verantwortlich sein könnte.

010neuMit diesem Bild möchte ich dokumentieren, dass es nicht an mir gelegen hat, sondern die für den verlinkten Blog verantwortliche Person (aus Rücksichtnahme verzichte ich auf die Nennung von Namen)

Kategorien: Gelesen

Das Nest

07.02.2009 · 30 Kommentare

Die Worte stammen aus unzähligen Büchern. Erobert in vielen Expeditionen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Gefunden während langer Fahrten mit der Bahn. Manche sperrig, andere filigran. Sanft, weich und warm oder kantig, scharf, kalt. Doch jedes für sich ein wichtiger Teil des Nestes. Kaum eines von ihnen sieht noch aus wie zum Zeitpunkt seiner Entdeckung. Sie haben Rost angesetzt oder Grünspan. Sie sind spröde geworden oder aufgequollen. Aus ihnen wachsen Gedanken in allen Farben und Formen.

Kategorien: Gedacht · Gelesen

Die spinnen, die Amis …

22.01.2009 · 7 Kommentare

Da blättere ich doch heute in den Online-Seiten von c’t und stoße auf ein Thema, das nur insoweit mit Computern zu tun hat, dass es sich um Online-Prüderie handelt.

Da wurde doch tatsächlich von Facebook das Bild einer stillenden Mutter aus deren Online-Album entfernt. Es verstoße gegen die Bestimmungen, nach denen keine Bilder gespeichert werden dürfen, die Drogenkonsum oder Obszönitäten enthalten.

Sie hat bei Facebook eine Gruppe mit dem Namen „Hey, Facebook, breastfeeding is not obscene!“ gegründet, die inzwischen über 186000 Mitglieder hat.

Kategorien: Gelesen · Gewundert · Geärgert · Provozierendes

Von der Freundschaft

04.01.2009 · 2 Kommentare

Euer Freund ist die Antwort auf euro Nöte.
Er ist das Feld, das ihr mit Liebe besät und mit Dankbarkeit erntet.
Und er ist euer Tisch und euer Herd.
Denn ihr kommt zu ihm mit eurem Hunger, und ihr sucht euren Frieden bei ihm.
Wenn euer Freund frei heraus spricht, fürchtet ihr weder das „Nein“ in euren Gedanken, noch haltet ihr mit dem „Ja“ zurück.
Und wenn er schweigt, hört euer Herz nicht auf, dem seinen zu lauschen;
Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.
Wenn ihr von eurem Freund weggeht, trauert ihr nicht; denn was ihr am meisten an ihm liebt, ist vielleicht in seiner Abwesenheit klarer, wie der Berg dem Bergsteiger von der Ebene aus klarer erscheint.
Nnd die Freundschaft soll keinen anderen Zweck haben, als den Geist zu vertiefen.
Denn Liebe, die etwas anderes sucht als die Offenbarung ihres eigenen Mysteriums, ist nicht Liebe, sondern ein ausgeworfenes Netz: und nur das Nutzlose wird gefangen.
Und lasst euer Bestes für euren Freund sein.
Wenn  er die Ebbe eurer Gezeiten kennen muss, lasst ihn auch euer Hochwasser kennen.
Denn was ist ein Freund, wenn ihr ihn nur aufsucht, um die Stunden totzuschlagen?
Sucht ihn auf, um die Stunden mit ihm zu erleben.
Denn er ist da, eure Bedürfnisse zu befriedigen, nicht aber eure Leere auszufüllen.
Und in der Süße der Freundschaft lasst Lachen sein und geteilte Freude.
Denn im Tau kleiner Dinge findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt.

aus “Der Prophet” (Khalil Gibran)

Kategorien: Gelesen
Mit Tag(s) versehen: ,

Kleinanzeigen

29.12.2008 · 26 Kommentare

Wer kennt Altbauch-
arme oder Antifalt-
engel?

Kategorien: Banales · Gelesen
Mit Tag(s) versehen: ,

Muss ich wirklich alles wissen?

11.12.2008 · 32 Kommentare

Meist behaupte ich „Ja!

Alles, das mich betrifft.

Oft suche ich nach einer Antwort, einer neuen Information, einer Gewissheit …

… und manchmal
schießt mir plötzlich ein Messer in die Eingeweide
und das Blut in den Kopf,
meine Ohren werden heiß,
mein Atem geht schneller
und ich spüre mein Herz heftig schlagen.

Dann frage ich mich:
Musste ich diese Frage stellen?
Musste ich diesen Brief lesen?
Musste ich bei diesem Gespräch zuhören?
Hätte ich meine Neugier nicht besser gezügelt?

Morgen werde ich wieder alles wissen wollen, egal wie sehr es schmerzt.

Kategorien: Akutes · Gefragt · Gefühlt · Gehört · Gelesen
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Unendliche Geschichte

03.12.2008 · Kommentar schreiben

Hätte ich Ferien, wie Lila andeutete, wäre mir nicht langweilig, denn dann säße ich nicht zuhause.
Ich musste kurzfristig von Urlaub auf Husten umdisponieren. So finde ich nun tatsächlich Zeit, bei diesem Spaß teilzunehmen, ohne der Bremser dieses Vorhabens zu sein.
Bei meinem durch die Erkältung bedingten Knoten im Kopf, bin ich dankbar, dass die Geschichte noch relativ frisch ist, so dass ich nicht so leicht einen logischen Fehler einbauen kann.
Die Regeln dazu:

Die Endless Story beginnt auf “Noite de Lua Cheia“. Kopiert wird die Story im aktuellen Umfang und ein Absatz (Länge entscheidet der Autor selbst) jeweils hinzugefügt. Trackbacks bitte zum ursprünglichen Blog setzen, damit alle dem Verlauf der Geschichte ohne Probleme und viele Umstände folgen können. Die Laufzeit des Stöckchens beginnt am 19. November 2008 um 22.00 Uhr und endet am 20. Dezember 2008 um 08.00 Uhr in der Früh. Die gesamte Geschichte kann auf “Noite de Lua Cheia” nach Ablauf dieser Zeit eingesehen werden.

Den momentanen Stand der Geschichte findet ihr hier.

Die Fortsetzung möchte ich arsfendi anvertrauen.

Kategorien: Gelesen · Geschrieben
Mit Tag(s) versehen:

Resonanz

22.11.2008 · 8 Kommentare

Als Kind hatte ich eine Spieluhr. Sie befand sich in einem Narrenkopf, der drehbar an einem Stab befestigt war. Wenn man den Stab schwenkte, begann der Narrenkopf zu rotieren und ein Lied erklang.
Ich hatte ihn als Geschenk erhalten, als ich nach meiner Augenoperation mit 4 Jahren aus der Klinik entlassen wurde.
Lange Zeit war es interssant genug, den Kopf im Kreis zu schleudern, um die Spieluhr zum Klingen zu bringen. Später brach sich mein Forschergeist bahn und ich sezierte den Kopf.
Wie groß war die Enttäuschung, dass ich nun die Spieluhr mit ihrer Metallwalze und den Metallzungen in Händen hielt, aber die Melodie plötzlich so leise und dünn klang. Ich verstand wohl, dass diese kleinen, unscheinbaren, schwingenden Stahlstreifen keinen lauten Ton erzeugen konnten, aber wieso hatten sie es vorher getan?

Das lies mich nicht los, bis ich irgendwann feststellte, dass die Melodie lauter wurde, wenn ich die Spieluhr an einen Gegenstand presste. An eine Tür, an eine große Fensterscheibe, an eine Truhe …
Je nach Art des Gegenstands änderte sich der Klang der Spieluhr, aber er war immer lauter, als ohne einen Körper der mitschwingen konnte.
Ich freute mich sehr, als mir ein Lehrer Jahre später einen Namen für meine Entdeckung nannte – Resonanz.

Heute habe ich eine Geschichte in einem Blog gelesen, die mich wortlos zurück lies.
Leise Worte. Kein Paukenschlag. Keine Posaunen.
Trotzdem hat mein Körper begonnen zu schwingen. Eine Melodie aus Trauer, Freude, Wehmut und Glück ertönte, die meine Ohren nicht hörten, obwohl der Klang ganze Hallen zu füllen schien und mich vibrieren lies.
Eine Melodie, die durch mich hindurch wandert und Gefühle und Erinnerungen weckt, die lange unbewegt in irgendwelchen versteckten Winkeln ruhten.

Kategorien: Gefühlt · Gehört · Gelesen · Gewundert
Mit Tag(s) versehen: , ,