Nedganzbachert - ich steh’ dazu!

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Macht Liebe attraktiv?

14.08.2008 · 11 Kommentare

Werde ich jetzt mehr von Frauen angelächelt, weil die Sonne scheint?
Oder nehmen sie wahr, dass ich verliebt bin?
Oder lächle ich bloß öfter?
Oder haben sie mich schon die ganze Zeit angelächelt und ich habe es einfach nicht bemerkt?

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Notaus-Konjunktur

01.08.2008 · Keine Kommentare

Verstehe das jemand!

Ich war seit Wochen nicht mehr in meinem Dashboard.
Es gab ja auch nichts zu sehen.

Heute schalte ich einen Kommentar frei und traue meinen Augen nicht:

Kaum drücke ich mangels Inspiration den Not-Aus Knopf, schnalzen die Klicks auf meine Seite nach oben.
In zwei Tagen mehr Traffic als vorher in 2 Wochen???

Hat das “Betreten verboten” dazu provoziert?

Sex and Crime waren es diesesmal jedenfalls nicht.

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“Führerschein” für Blogger

21.07.2008 · 9 Kommentare

Berlin: Die große Koalition berät über einen Gesetzentwurf, nach dem Personen, die einen Blog eröffnen wollen, zuvor in einem Test mit 163 Fragen ihre sittliche Reife nachweisen müssen. Auch für das Kommentieren auf fremden Blogs sollen in Zukunft Einschränkungen gelten.
Ein Regierungssprecher: “Personen unter einem IQ von 90 soll es in Zukunft verwehrt werden, ihre Meinung in öffentlichen Foren und Blogs zu verbreiten. Dafür gibt es die Stammtische. Ab einem IQ unter 60 ist auch das Lesen in Blogs verboten, da dies zu einer Überforderung und zu ernsten Ausfallerscheinungen führen kann.”
Auszug aus dem Fragenkatalog:
Lesen Sie die Bildzeitung?
Sind Sie für die Todesstrafe?
Kennen Sie den Namen des Wirts in der Bahnhofskneippe?
An was denken Sie beim Namen Gorbatschow?

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Aberglaube II

09.07.2008 · 4 Kommentare

Die Figur ist uns wichtig.
Wir wollen eine gute Figur machen - Oder sollte ich sagen, wir wollen eine gute Figur haben?

Inzwischen hat sich aber vielfach die Erkenntnis durchgesetzt, das das nicht von alleine geht.
Wir ernähren uns gesund und bewegen uns mehr.
Doch gerade Letzteres ist sooo anstrengend.
Spazieren gehen und wandern dauert zu lange, Joggen ist zu anstrengend und belastet die Gelenke.
Also was tun?

Wie wär’s mit etwas “Zauberei”?
Klar doch! Alles was hilft!
Man nehme ein paar Stöcke. Nein, nicht irgendwelche. Es müssen schon Nordic-Walking-Stöcke sein. Schließlich ging Harry Potter auch nicht einfach in den Wald, um sich irgendeinen Prügel vom Baum zu schlagen, sondern in ein entsprechendes Fachgeschäft.

Mit dem richtigen Werkzeug geht alles wie von allein.
Es ist nicht wichtig, sich an die Hinweise des en-dabblju-bi-ei (NWBI - Nordic Walking Basis Instructors) zu halten, der darauf hingewiesen hat, man solle sich mit den Armen abstoßen bis der gestreckte Arm und der Stock eine gemeinsame Linie bilden.
Es genügt, die Arme locken neben sich her zu schleifen. Zudem kann man die neuen Geräte nutzen, um das Getratsche mit der Freundin eindrucksvoller durch Gesten zu untermalen.
Diese Gesten können sogar bei ansonsten unbeteiligten Passanten Eindrücke hinterlassen - blutende …

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Überraschung

06.07.2008 · 17 Kommentare

Ich dachte, mein Herz würde heute weinen.
Aber es sind nur die Augen, die Tränen vergießen.
Mein Herz lacht vor Sehnsucht …

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Aberglaube

30.06.2008 · 9 Kommentare

Das alltägliche Leben bietet oft in unerwarteten Momenten Gelegenheit, Studien über brennende Themen der Zeit zu betreiben.

So stand ich am Ende einer langen Schlange vor einem Leergutautomaten, der Kunststoffflaschen zurücknahm, um sie noch an Ort und Stelle zu zerquetschen (das Geräusch und die geringen Ausmaße des Automaten ließen keine Zweifel zu). Hin und wieder gab der Automat ohne ersichtlichen Grund eine Flasche zurück. An diesem Punkt begann es interessant zu werden.

Eine Frau hatte bemerkt, dass der Automat die Flaschen rotieren ließ, um den Barcode zu lesen. Deshalb gab sie jetzt jeder Flasche einen Drall, wenn sie sie in den Automaten schob. Wies der Automat die Flasche zurück, wurde sie erneut mit größerem Drall in die Öffnung bugsiert und diese Methode beibehalten bis der Wagen leer war.

Die nächste Kundin übernahm die Methode dankbar, bis auch eine ihrer Flaschen verschmäht wurde. Sie versuchte es mehrfach mit unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten, bis ihr die Eingebung sagte, sie solle die Flasche in Gegenrichtung rotieren lassen. Mit Erfolg! Nun war klar, dass alle weiteren Flaschen als linksdrehende Projektile im Schlund der Maschine verschwanden.

Der nachfolgende Kunde hatte dies die ganze Zeit mit süffisantem Lächeln beobachtet. Als er an die Reihe kam, verstand ich warum. Er war offensichtlich ein erfahrener Leergutentsorger, der nun mit einer ausgereiften Methode und wissendem Lächeln an den Automat trat.
Bei jeder Flasche drehte er den Deckel zunächst locker und wieder fest, bevor sie in der Öffnung verschwand. Wurde eine Flasche abgewiesen, wiederholte sich dies. In einem besonders hartnäckigen Fall öffnete er die Flasche drückte sie zusammen und blies sie wieder auf, um sie erneut zu verschrauben. Zufrieden mit sich und der Welt verließ er später das Geschäft.

Ich schob meine Flaschen ohne Schwung oder Drall und völlig unaufgeblasen oder auf sonstige Weise vorbehandelt in den Automaten – mit dem Barcode nach oben, denn dort befand sich der Barcodeleser …

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Zeit ist relativ

27.04.2008 · Keine Kommentare

Zeit ist relativ!

Seit Einstein wird dieser Umstand auch an Universitäten gelehrt. Aber der Ruhm an der Entdeckung dieser Tatsache steht dem gebürtigen Ulmer und Wahlschweizer nicht zu. Er hat es nur wissenschaftlich dokumentiert.

Denn der Umstand selbst ist so offensichtlich, dass dies schon seit Jahrtausenden bekannt sein muss. Dass diese Entdeckung nicht beurkundet ist und keine Überlieferungen bekannt sind, führe ich darauf zurück, dass es unseren Altvorderen einfach zu banal erschien.

Ich selbst mache diese Erfahrung immer wieder.

Das Flugzeug hebt in Frankfurt ab und meine Gedanken fliegen schon - schneller als der Schall und erst recht schneller als unser Airbus - Richtung Griechenland. Dann noch zwei Stunden auf der Fähre und die Nabelschnur ist durchtrennt. Als ich am nächsten Morgen auf dieser kleinen Insel erwache, ist die Funiculus umbilicalis schon abgefallen und wird in der Tüte mit den Reiseabfällen (Orangenschalen, Schokoladenpapier, Servietten und Plastiklöffel aus der Boardverpflegung) entsorgt.
Als mich ein Urlauber nach 3 Tagen fragt, was ich in Deutschland arbeite, sage ich: “Schreiner! … Ach ne, … war wohl etwas mit Chemie, … oder? Auf jeden Fall in Karlsruhe! … glaube ich …ja, doch.”
Eine Woche später weiß ich noch immer meinen Namen (den Vornamen). Vor dem Rückflug werde ich noch einmal im Pass nachsehen, für den Fall, dass ich am Zoll gefragt werde.
Drei Wochen keine Zeitung.
Drei Wochen kein Fernsehen.
Drei lange Wochen sonnigen Urlaubs auf 19 griechischen Quadratkilometern.

Dann komme ich wieder nach Deutschland, finde sogar meine Firma wieder und frage mich, ob wohl noch einige meiner früheren Kollegen da sind und ob mein alter Chef (er war damals schon fast 60) noch lebt - und was soll ich Euch sagen. Es hat sich NICHTS verändert!

GARNICHTS!

Ich war eine Ewigkeit weg, und es ist

alles beim Alten

.

Kennt Ihr das?

Und dann - irgendwann Anfang 2007:

Ich stehe voll im Leben, höre jeden Tag Nachrichten, sehe fern, lese Zeitungen, gehe zur Arbeit, telefoniere fast täglich mit Freunden und spreche über Gott und die Welt und an Fasenacht (nicht Fasching oder Karneval!) fahre ich wie jedes Jahr für eine Woche in meinen Heimatort und stehe am Fasenachtsdienstag am Straßenrand als der Umzug vorbeikommt und ein Wagen “Komm hol das Lasso raus” spielt.
Was ist das denn? Das hab ich ja noch nie gehört!
Aber - Ihr werdet es nicht glauben - alle anderen haben mitgesungen, nicht mit “la la la” wie bei der Nationalhymne oder wie ab der zweiten Strophe von “Stille Nacht”, nein, sie kannten alle den Text! Vollständig!
Und auch die komplizierte Choreographie stellte offensichtlich kein Problem dar.

War ich von Außerirdischen entführt, als die das Alles wochenlang geübt haben?

Und gerade diese Woche ein ähnliches Phänomen.

Ich sehe gerade eine interessante Wissenschaftssendung (Nein, nicht Enterprise) als ich während der Werbepause beim zappen auf Stefan Raab stoße, der sich gerade mit “Gina-Lisa” unterhält. Alle kennen Gina-Lisa, niemand wundert sich, als sich Gina-Lisa und Stefan Raab mit “Zack, die Bohne!” verabschieden. Nein, die ganze Band hat sogar Fan-T-Shirts von Gina-Lisa.

But … who the f*** is Gina-Lisa???

Aber auf 20min.ch stolpere ich zufällig über einen Link, der die schon lange diskutierte Frage klärt, ob es “Chuck, die Bohne!” oder “Zack, die Bohne!” heißt.
Wo war ich in all den Wochen? (ich sage nur ET)

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