Zeit ist relativ


Zeit ist relativ!

Seit Einstein wird dieser Umstand auch an Universitäten gelehrt. Aber der Ruhm an der Entdeckung dieser Tatsache steht dem gebürtigen Ulmer und Wahlschweizer nicht zu. Er hat es nur wissenschaftlich dokumentiert.

Denn der Umstand selbst ist so offensichtlich, dass dies schon seit Jahrtausenden bekannt sein muss. Dass diese Entdeckung nicht beurkundet ist und keine Überlieferungen bekannt sind, führe ich darauf zurück, dass es unseren Altvorderen einfach zu banal erschien.

Ich selbst mache diese Erfahrung immer wieder.

Das Flugzeug hebt in Frankfurt ab und meine Gedanken fliegen schon – schneller als der Schall und erst recht schneller als unser Airbus – Richtung Griechenland. Dann noch zwei Stunden auf der Fähre und die Nabelschnur ist durchtrennt. Als ich am nächsten Morgen auf dieser kleinen Insel erwache, ist die Funiculus umbilicalis schon abgefallen und wird in der Tüte mit den Reiseabfällen (Orangenschalen, Schokoladenpapier, Servietten und Plastiklöffel aus der Boardverpflegung) entsorgt.
Als mich ein Urlauber nach 3 Tagen fragt, was ich in Deutschland arbeite, sage ich: „Schreiner! … Ach ne, … war wohl etwas mit Chemie, … oder? Auf jeden Fall in Karlsruhe! … glaube ich …ja, doch.“
Eine Woche später weiß ich noch immer meinen Namen (den Vornamen). Vor dem Rückflug werde ich noch einmal im Pass nachsehen, für den Fall, dass ich am Zoll gefragt werde.
Drei Wochen keine Zeitung.
Drei Wochen kein Fernsehen.
Drei lange Wochen sonnigen Urlaubs auf 19 griechischen Quadratkilometern.

Dann komme ich wieder nach Deutschland, finde sogar meine Firma wieder und frage mich, ob wohl noch einige meiner früheren Kollegen da sind und ob mein alter Chef (er war damals schon fast 60) noch lebt – und was soll ich Euch sagen. Es hat sich NICHTS verändert!

GARNICHTS!

Ich war eine Ewigkeit weg, und es ist

alles beim Alten

.

Kennt Ihr das?

Und dann – irgendwann Anfang 2007:

Ich stehe voll im Leben, höre jeden Tag Nachrichten, sehe fern, lese Zeitungen, gehe zur Arbeit, telefoniere fast täglich mit Freunden und spreche über Gott und die Welt und an Fasenacht (nicht Fasching oder Karneval!) fahre ich wie jedes Jahr für eine Woche in meinen Heimatort und stehe am Fasenachtsdienstag am Straßenrand als der Umzug vorbeikommt und ein Wagen „Komm hol das Lasso raus“ spielt.
Was ist das denn? Das hab ich ja noch nie gehört!
Aber – Ihr werdet es nicht glauben – alle anderen haben mitgesungen, nicht mit „la la la“ wie bei der Nationalhymne oder wie ab der zweiten Strophe von „Stille Nacht“, nein, sie kannten alle den Text! Vollständig!
Und auch die komplizierte Choreographie stellte offensichtlich kein Problem dar.

War ich von Außerirdischen entführt, als die das Alles wochenlang geübt haben?

Und gerade diese Woche ein ähnliches Phänomen.

Ich sehe gerade eine interessante Wissenschaftssendung (Nein, nicht Enterprise) als ich während der Werbepause beim zappen auf Stefan Raab stoße, der sich gerade mit „Gina-Lisa“ unterhält. Alle kennen Gina-Lisa, niemand wundert sich, als sich Gina-Lisa und Stefan Raab mit „Zack, die Bohne!“ verabschieden. Nein, die ganze Band hat sogar Fan-T-Shirts von Gina-Lisa.

But … who the f*** is Gina-Lisa???

Aber auf 20min.ch stolpere ich zufällig über einen Link, der die schon lange diskutierte Frage klärt, ob es „Chuck, die Bohne!“ oder „Zack, die Bohne!“ heißt.
Wo war ich in all den Wochen? (ich sage nur ET)

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