Wie Mann … sprachlich korrekt bleibt …


Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder!
(…oder müsste es „Mitgliedinnen und Mitgliederer“ heißen?)
Liebe Elterinnen und Elter!
Liebe Kindinnen und Kinder!

AufAngeregt von einer Seite der Grazer Verkehrsbetriebe (wie bin ich nur dorthin geraten?) möchte ich einen kleinen Ausflug in die deutsche Sprache unternehmen, deren Erfinder mir nicht namentlich bekannt ist, der aber offenbar ein Frauenhasser war (ich nehme an er wurde vergiftet).
Wie anders lässt es sich erklären, dass er mit der deutschen Sprache die Frauen diskriminiert?

Hierzu ein paar Beispiele:
„60 % der Lehrer sind Frauen.“ Wieso unterschlägt man sie dann? Das ist unerhört!
Oder „Der Abteilungsleiter„!
Damit unterstellt man den Frauen, sie hätten keine Fähigkeit zum Führen.
Immer das gleiche!
Genauso wie bei „Führungskraft“ …
… ach ne, die ist weiblich …

aber es gibt ja noch viele gute Beispiele:
Koryphäe… äh, mhmm, auch weiblich … also ich meine das Wort ist weiblich … die Koryphäe der deutschen Geschichtswissensschaft Heinrich August Winkler z.B. wäre sicher nicht begeistert, wenn ich sie, ähh, ich meine ihn, als weiblich bezeichne … womit ich natürlich nicht sagen will, dass ich das weibliche Geschlecht gering achte … ich seh‘ schon, ich bin heut wohl nicht in Form und red‘ mich hier noch um Kopf und Kragen.

Aber jetzt!
Autorität
… oops!
Ob SIE glaubt, ich besäße keine Autorität, weil diese weiblich ist? … werd‘ sie gleich heut‘ Abend fragen.

Da ich heute offensichtlich keine große Hilfe bin, verweise ich auf das Handbuch zur nichtsexistischen Sprachverwendung in öffentlichen Texten, das sicher auch für den zwischenmenschlichen Bereich einige gute Tipps parat hat.

*vormichhingrübel* … Ärger, Missmut, Zorn, Schmerz, Untergang, Tod … alles männlich, so ein Mist! … Ja, der auch …

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19 Antworten zu “Wie Mann … sprachlich korrekt bleibt …

  1. ich bin KEINE Feministin
    … (dafür hock ich jetzt an einem feministischen Institut – so kanns gehen) …
    also war mein erster Gedanke – bitte nein hr.ngb, das kann ja wohl nicht, sie müssen hier keine Lanze brechen … doch grade noch die Kurve erwischt hat er der Gute, auch wenn er meint sie verpasst zu haben
    dann der Gedanke
    das VERGEBEN – das LIEBEN – die Emotion der Schmerz aber das FÜHLEN (gruess an T.M.) – das sich SEHNEN …
    noch keine Ahnung was ich da gedacht

    weiss noch nicht genau was ich da gedacht

  2. raeuberbraut

    .. auf jeden Fall mal wieder perfekt recherchiert oder geschrieben…, mir gefällt das Wortspiel.

    @nbg: Da Du kein typischer Macho bist und Liebe keine „Autorität“ benötigt, erübrigt sich die Geschichte mit der Autorität für Dich – oder?

  3. fraubluetenstaub

    Ach, vereehrter Herr. Ihre Worte zu lesen sind immer eine Herausforderung an meinen Geist und die, noch immer tiefen, Gefühle Ihnen gegenüber.
    Wissen Sie, wenn mir erlaubt ist, weibliche Nomen sind selten. Weil sie durch Konversion vom Verbstamm abgeleitet werden. Wie bei sehen und schreiben ect.
    Jedoch, und das stimmt mich friedlich, ist die Liebe weiblich. Und die meine zu Ihnen ist noch immer wahrhaftig.

    Allerherzlichst,

    Juliette Blütenstaub

  4. Herr NGB – nun machen se schon – d’Juliette is wieder da – sonst isse wieder weg – sein se einmal nicht NGB

    Liebe – schon bald liebste – fraubluetenstaub
    bitte bitte nicht gleich wieder gehen gell – sonst muss ich mich wieder sooo lang nach dem lesend verzückenden Vergnügen sehnen

  5. Sehr vereehrte Frau Blütenstaub,
    ich bin erfreut, wieder von Ihnen lesen zu dürfen.
    Ich habe mich zuletzt zu einem ungebührlich respektlosen Ton Ihnen gegenüber hinreißen lassen. Weder habe ich Sie gebeten, bei Ihnen das vertrauliche Du verwenden zu dürfen, noch weniger hatten Sie mich dazu aufgefordert.
    Die letzten Wochen, die mir wie Monate erschienen, weil ich Ihre erfrischenden Zeilen auf meinen Seiten vermissen musste, haben mich Demut gelehrt.
    Deshalb möchte ich in aller Form Ihre Verzeihung erbitten.
    Ich werde nicht mehr versuchen in Sie zu dringen und warte geduldig, bis es Ihnen geboten erscheint, mir Ihre Identität zu eröffnen.
    Dies ist keine unziemliche Neugier von mir. Ich habe lediglich den hoffentlich verständlichen Wunsch, die Person zu kennen, die mir in solch einnehmender Art ihre Liebe gesteht.
    Auch kann ich Ihnen meine Gefühle für Sie nur offen legen, wenn ich weiß wer sich – erlauben Sie mir bitte dieses Bild – hinter dieser lieblichen Maske verbirgt.
    Danken möchte ich Ihnen, für Ihre tröstenden Worte und möchte meiner Überzeugung Ausdruck verleihen, dass ich Ihren Geist mit meinen einfachen, bescheidenen Worten nicht an seine Grenzen führen kann.
    In der Hoffnung nun wieder öfter von Ihnen zu lesen.
    Hochachtungsvoll!
    Ihr ergebener
    Nedganzbachert

  6. @christina: ich bin entsetzt, dass Du mich für solch einen Stoffel hältst, der wie ein Hund zum Jagen getragen werden muss.
    Mag sein, dass ich mich bei der verehrten Frau Blütenstaub etwas im Ton vergriffen habe, aber meine Aufmerksamkeit hatte sie immer.

  7. @christina: Entschuldige, Frau Blütenstaub hat im ersten Moment alles überstrahlt, weshalb ich Deinen ersten Kommentar glatt wieder vergessen habe, was jedoch auch daran liegt, dass es mehr Fragen stellte, als er beantwortete.
    Was ist ein feministisches Institut?
    Ich habe den Verdacht, dass mir auch google dafür keine Antwort bieten könnte. 😉
    Für andere Teile des Kommentars habe ich keine Antwort gesucht, weil Du laut eigenem Bekunden selbst noch keine Ahnung hast. 😀
    Zuletzt möchte ich Dich jedoch beruhigen. Ich habe die Kurve nicht „grade noch erwischt“. Einem ungeübten Fahrer mag das so erscheinen, aber ich habe mein scheinbar unkontrolliertes Schleudern exakt kalkuliert. 🙂

  8. ohhhhh so wirklich hab ich mich auch noch nie mit den einzelnen worten auseinandergesetzt……. weiss einfach dass sie einen männlichen oder weiblichen aspekt haben…… aber eben nur rein gramatikalisch eben…. 😉

  9. @ronja: Danke für Dein Kompliment.
    Sowohl, bezüglich meines Wortspiels als auch meines untypischen Machismo 😀

  10. @sommermoon: Diese ganze unheilige (oder soll ich sagen nervige?) Diskussion kommt nur zustande, weil es offensichtlich immer noch Menschen gibt, die nicht den Unterschied von Sexus und Genus verstanden haben, aber trotzdem lautstark für eine Neugestaltung der deutschen Sprache eintreten. Wir Männer hätten doch genauso viel Grund zu meckern, dass wir als männliches Geschlecht bei Die Führungskraft „unterschlagen“ werden oder weil wir keine „eigene“ Pluralform haben.
    Lehrerinnen sind eindeutig weiblich. Den Begriff Lehrer müssen wir mit den Frauen teilen.
    (Siehst Du die Tränen meiner Enttäuschung?) 😉

  11. warum entsetzt … ich wollt nur helfen … nett sein höflich zuvorkommend … was ich ja denn auch war … zuvorkommend … das hab ich jetzt davon … und das Sie sich – bei der verehrten Frau Blütenstaub etwas im Ton vergriffen haben – hab ich nie behauptet … hats etwa d’Frou G. ?

    … ich habs gegooglet … geh(t) mal schauen – unglaublich … nichts was es nicht gibt …

    … das Vergeben – das Lieben – das Fühlen – das sich Sehnen … das Vertrauen – das Verstehen …
    umfängt im DAS doch irgendwie MEHR als nur EINEN, als nur männl oder weibl, es ist ein Spiel, wie das Licht nur von der Seite auf BEIDE fallen kann, sodenn sie BEIDE IM LICHTE stehen und GEMEINSAM ihre Schatten sich zeigen und betrachten wollen … irgendwie so
    so – magst nun was dazu sagen

  12. Naja, so RICHTIG entsetzt war ich nicht 😉
    Hoffe Du hast das nicht ernst genommen.
    Hab gerade bemerkt, dass ich in meinem Comment die sonst von mir inflationär eingesetzten Emoticons weggelassen hatte 🙂
    Werde mir nochmal Gedanken dazu machen, aber heute nicht.
    Übrigens – das googlen bezog sich auf das Emanzen-Institut – hieß es so? 😉

  13. da, kann ich noch einen obendrauf setzen. hier viel vergnügen

  14. es gehört zwar nicht hierher, aber die du wolltest doch mal was ober zoresgesten lesen, nicht? hier findest du die geschichte. viel vergnügen

  15. @Zores: Zumindest in diesem Punkt sind wir uns einig! 😀
    Den Link zu Deinem ..|..-Artikel fand ich schon am Tag der Erstellung in meinem Kommentaren.
    Das macht WordPress bei Verweisen automatisch.

    Weil hier keine Emanzen lesen:
    Was bestellt eine Emanze bei McDonald?
    „Eine Cola und eine Hamburgerin.“

  16. @ ngb
    ist ja kein problem, das mit der cola und der hamburgerin. wenn mcd das anbietet, wird es sicher öfters von männern als von emanzen bestellt *schmieriggrins*

  17. @zores: Hamburgerinnen aus Formfleisch? Nein, danke! 😀
    Du glaubst doch hoffentlich nicht, dass z.B. ein Stück Chicken McNugget aus einem zusammenhängenden Stück eines Hühnchens besteht?! 😉

  18. ich meide sowohl chicken nuggets, als auch emanzen, von hühnern ganz zu schweigen. mit hamburgerinnen (richtig, plural) hingegen, teile ich gute erinnerungen. allerdings waren diese chicas nicht aus formfleisch, hielten aber ihr fleisch ausgezeichnet in form. hummel hummel 😉

  19. wie viele waren es denn?

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