Entdeckung


Hast Du Dich schon einmal selbst entdeckt?

Ich habe gestern meine alten Artikel gelesen. Ha, „alt“! den ersten hab‘ ich vor gerade mal 4 Monaten geschrieben.

Ich fand ein unvertraut breites Spektrum an Emotionen und Verhaltensweisen, von denen ich wusste, das es sie gibt, aber die noch nie zuvor von einem „Zeitzeugen“ dukumentiert wurden.

Glück, Resignation, Genuss, Enttäuschuing, Gespaltenheit, Entrüstung, Humor, Sarkasmus, Melancholie, Aggresivität, Trauer, Zweifel, Naivität, Grübelei, Nüchternheit, Verliebtheit, Langeweile, Leben, Gedankenlosigkeit, Philosophie, Macho, Memme, und ein gerüttelt Maß an Verrücktheit

Diese Eigenschaften sind mir nicht fremd, doch in der Reminiszenz sehe ich sie nur grau in grau. Verschwommene, unkonkrete, statische Bilder – kein Wiedererleben.
Und jetzt lese ich darüber, wie bei einem Fremden und langsam steigt die jeweilige Situation an die Oberfläche. Ich wundere mich über meinen wechselnden Stil, über meine eigenen Formulierungen. Keinen dieser Artikel könnte ich in dieser Form nochmal so schreiben.

Ich werde heute noch ein Backup machen. Wäre schade um diesen Schatz.

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8 Antworten zu “Entdeckung

  1. das ist für dich überraschend? ich sage, dass ist mensch pur. war immer so, wird auch immer so sein…

  2. Gerade diese Mischung macht es immer wieder spannend hier vorbei zu schauen. Und das mit dem Backup ist eine gute Idee, ich glaube, ich sollte auch mal, nur ist das nach fast 4 Jahren wahrscheinlich so viel, dass es mehrere CDs füllen wird…

  3. @markus: Dazu muss man sich aber wahr nehmen können und das konnte ich lange nicht.

    @morgiane: Danke für’s Lesen! 🙂
    Mach Dir keine Sorgen wegen des Datenvolumens. Das passt mit Sicherheit locker auf eine DVD.
    Auch die Bilder sind ja nicht hochauflösend.
    Hoffe Dich noch oft hier zu sehen 🙂

  4. raeuberbraut

    Perfekt – Du wirst immer besser, von daher: Ich wiederhole mich, mache ein Buch daraus!

  5. @ronja: Wenn ich immer besser werde, schadet es nicht, noch etwas zu warten. 🙂

  6. raeuberbraut

    grins…- auch nicht schlecht

  7. Das ist eins der Dinge, die mir am Schreiben gefällt: dass man sich immer wieder damit überraschen kann, was man früher zu denken fähig war.

  8. @frogg: Ja, verbunden mit der Hoffnung, auch in Zukunft mal den einen oder anderen lichten Moment zu haben. Weißt, Du, in meinem Alter … 😀

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