Sie


Im Dunkel der Nacht schleichen sie sich heran.

Sie mischen sich unter meine Gedanken und verwirren sie mit Zerrbildern der Realität. Sie tauchen ein in meine Träume, entführen Erinnerungen und bauen damit düstere Geschichten, die sie drohend und mit stampfenden Schritten gegen mein müdes Bewusstsein marschieren lassen. Sie lassen meine Ängste schwere Schatten auf mich werfen, während sie versuchen, mich mit meiner Müdigkeit an den Schlaf zu fesseln.

Ich möchte morgens nicht schon kämpfen, aber ich lasse mir nicht alles bieten. Nach einem tiefen Atemzug schüttle ich sie heftig ab, zerschmettere sie mit lauter Musik und wasche ihr klebriges Blut mit heißem Wasser von mir.

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7 Antworten zu “Sie

  1. Ritter Georg halt. Du zeigst es dem Drachen!

  2. @acqua: Danke, nur dass ich mir dabei eher wie ein Müllmann oder Kammerjäger, als wie ein Ritter vorkomme 🙂

  3. Wer weiss schon, wie Georg sich damals gefühlt hat! Er konnte halt gut den Schein nach aussen wahren…

  4. Stimmt! Wie beschissen fühlt sich ein Held?

  5. Keine Ahnung. Ich war noch nie eine Heldin, und schon gar kein Held.

  6. Zweite Frage: Wissen Helden, dass sie Helden sind?
    (ich habe aus bekannten Gründen nur die allgemeine Form des Genus verwendet)

    Folgefrage: Wüsstest Du es, wenn Du eine Heldin gewesen wärest?

  7. Ich glaube zu wissen, dass ich noch nie eine Heldin war. Aber ich weiss nicht, ob Helden wissen, dass sie Helden sind. Ich überlege gerade, ob ich überhaupt Helden kenne, die ich fragen könnte.
    Was ist ein Held? Gibt es überhaupt Helden?

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