Muss ich wirklich alles wissen?


Meist behaupte ich „Ja!

Alles, das mich betrifft.

Oft suche ich nach einer Antwort, einer neuen Information, einer Gewissheit …

… und manchmal
schießt mir plötzlich ein Messer in die Eingeweide
und das Blut in den Kopf,
meine Ohren werden heiß,
mein Atem geht schneller
und ich spüre mein Herz heftig schlagen.

Dann frage ich mich:
Musste ich diese Frage stellen?
Musste ich diesen Brief lesen?
Musste ich bei diesem Gespräch zuhören?
Hätte ich meine Neugier nicht besser gezügelt?

Morgen werde ich wieder alles wissen wollen, egal wie sehr es schmerzt.

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32 Antworten zu “Muss ich wirklich alles wissen?

  1. Ja, genau so ist es, das kenne ich. Ich muss auch immer alles wissen, und wenn ich etwas nicht weiß, mache ich mir Gedanken, die schmerzen genauso wie die Wahrheit, weil sie manchmal der Wahrheit sehr nahe kommen. Aber so eine Bestätigung ist auch eine Erleichterung, wenn man es dann „weiß“… trotz allem Schmerz!

    • Heute ist es keine Erleichterung.
      Eigentlich war es keine Neuigkeit, eher eine Überraschung, dass etwas, das ich schon lange weiß, wieder schmerzt, wenn ich es explizit höre.

  2. min machine

    unglaublich, wie es sich doch immer wieder einschlägt, wenn jemand genau das in worte fasst, was man selbst schon so oft gedacht, gefühlt, erlebt hat.

    ich wünsche dir von herzen alles liebe. und daß auch das vorbei geht.

  3. „…was man selbst schon so oft gedacht, gefühlt, erlebt hat …“
    … und schon überstanden glaubte.

    Danke für Deine guten Wünsche!

  4. Mir geht es da eigentlich wie Frau Räuberbraut.
    Ich möchte zwar nicht alles wissen, bzw. ich muss nicht alles wissen.
    Aber ich frage nach. Und wenn ich dann keine Antworten bekomme, mache ich mir selbst Gedanken darüber und gebe sie mir selbst.
    was aber letztendlich noch viel schmerzhafter sein kann als alle Gewißheit.

  5. Richtig, aber muss man, wenn man etwas weiß, sich dieser Wahrheit immer auf dem Schoß sitzen, oder genügt es nicht, sich der Dinge aus der Ferne gewiss zu sein.
    Nun gut, morgen werde ich wieder ganz dicht heran gehen …

  6. Nein, muss man nicht.
    Manches ist besser wenn man es gar nicht erst weiß.
    Wie heißt es in einem Songtext noch, „manches hätt ich lieber nicht gesehen.“

  7. Heute glaube ich Dir. Morgen werde ich Dir versichern, dass es mir lieber ist, ich weiß es.
    Ich werde Dir sagen, dass ich mit Wahrheit besser leben kann, als mit Ungewissheit und dass es am meisten schmerzt, wenn man etwas erfährt, wenn alle anderen es schon wissen.

  8. Ich hatte nicht von wahrheiten und verheimlichen gesprochen.
    Nur davon, dass man nicht alles wissen muss.
    Vielleicht auch vieles gar nicht wissen will.
    Nicht immer ist das Schweigen gegen einen gerichtet sondern zuweilen auch ein Schutz.

  9. Ich möchte aber lieber selbst entscheiden, was ich wissen will und was nicht.

  10. Das ist aber dann wiederum mit Erwartungen verbunden, die Du an andere richtest.
    Du kannst zwar für Dich selbst entscheiden, was Du willst.
    Aber ob Du es erfährst liegt ja wiederum in der Verantwortung des Anderen.

  11. Sagt mal Ihr Lieben… darf ich auch? Ihr klingt gerade so ernst.

    Ganz allgemein gesehen:
    – ist es nicht auch schön, etwas nicht zu wissen? Hier klingt das alles so, als sei das negativ besetzt. Das kann aber durchaus auch positiv sein? Also angenommen, ich weiß etwas nicht, und will es gern wissen und werde es trotzdem nie erfahren… da habe ich es doch lieber, ich denke mir das positiv, bevor ich mein Leben lang die negativen Gedanken mit mir herum trage. Dabei ist es völlig zweitrangig, ob es nun auch so ist.
    Denn wie gesagt:
    – ich werde und will es nie erfahren.

  12. Sollte gar nicht so negativ klin gen.
    Es liegt ja an einem selbst, welche Gedanken einem im Kopf rumfliegen.
    Und wenn ich mir etwas positiv denke, möchte ich dann im nachhinein es nicht auch noch anders gesagt bekommen.
    dann lieber nicht wissen.

    Gute Nacht ihr Lieben!

  13. Wenn mir jemand etwas „zu meinem Besten“ verschweigt, um mich z. B. nicht zu verletzen, tut er das nicht aus bösem Willen, könnte damit jedoch trotzdem meinen Ärger auf sich lenken, denn was zu meinem Besten ist möchte ich immer noch selbst entscheiden.

    Manchmal kommt es mir wir „Selbstverarsche“ vor, mir etwas schönzureden. Allerdings muss ich zugeben, dass auch Schlechtreden „Selbstverarsche“ ist.

    Und …

    Holde Paradalis!
    Ihr dürft immer!
    Euer ergebenster ngb!

  14. weilwirunslieben

    Werter ngb,

    ich kann Deine Einsteung sehr gut nachvoziehen. Auch mir ging es immer so, dass ich aes wissen wote, nein MUSSTE. Das hat sich in den etzten Jahren ein wenig geändert, vieeicht in dem Sinne, wie arsfendi und paradais es beschrieben haben.

    Heute muss ich ängst nicht mehr aes wissen, wi es auch gar nicht.

    Aerdings geht es mir ähnich wie Dir so, dass ich sebst entscheiden möchte, was ich wissen wi und was nicht. Und kann – ähnich wie Du – ärgerich werden, wenn mir jemand etwas verschweigt, um mich zu „schonen“ und nicht zu veretzen.

    Ich stimme Dir auch dahingehend zu, dass Schönreden genau so eine Sebstverarsche ist wie Schechtreden.
    iebe Grüße an ale,
    wwu

  15. @wwu:
    Jetzt ist Dir im LETZTEN Wort doch noch ein „l“ durchgeflutscht. Soll ich es Dir zurück schicken? 😉

    Ich sehe, Du hast meine Artikel sorgfältig gelesen und weißt deshalb, dass ich gerne Recht bekomme 😆

  16. Ach mein lieber Herr Nedganzbachert,
    das scheint mir ein Drehen im Kreis.
    Für sich selbst entscheiden darf man alles, sollte man und kann man.
    Trotzdem stehe ich für mich alleine auf dem Standpunkt, es darf nur auf mich selbst bezogen sein. und nicht mit Forderungen an andere.
    Natürlich entscheidet man in dem Falle auch über seinen eigenen Ärger.
    Aber auch das ist dann in dem falle ja nur eine Konsequenz für einen selbst.

    Gehen wir mal von dem Beispiel aus, Ihre Partnerin verschweigt Ihnen ein Treffen mit einem anderen Mann.
    Sie kennen keine Hintergründe, keinen Verlauf des Treffens etc.
    Sie erzählt z.B. nichts, weil sie Ihre Einstellung zu solchen Treffen kennt, es ist aber vollkommen harmlos und sie will sie nicht beunruhigen und eben auch nicht verletzen.
    Schaden tut es eigentlich niemanden, und da sie nichts von ihr gesagt bekommen haben, wissen sie es ja auch eigentlich gar nicht.
    Alles könnte ja in bester Ordnung auch weiterhin sein.
    Ihre Partnerin liebt sie. Es war halt ein völlig normales Treffen.
    Jetzt erfahren sie durch einen dummen Zufall von diesem Treffen.
    Machen sich Ihre Gedanken, Sie werden wütend und die ganze Sache eskaliert.
    Auf einmal wird alles infrage gestellt, wo vorher noch von Liebe die Rede war.
    Beide fühlen sich im recht…und sind verletzt.

    Jetzt frage ich Sie lieber Herr Nedganzbachert, wem ist jetzt damit gedient, dass man alles wissen will?

  17. weilwirunslieben

    Werter ngb (ieber kann ich ja eider nicht mehr schreiben),

    Du kannst das böde Ding gern behaten, ich habe es mir nach der ektüre Deines Artikes jetzt konsequent weg gesperrt und fahre sehr gut damit. Habe noch ma gründich nachgedacht und mir überegt, wecher Buchstabe dafür am besten geeignet wäre. Bin dabei auf Robert Gernhardt gestoßen, mir war sofort kar, dass er absout Recht hat. Wei ich durch das Entfernen dieses Buchstabens geich zwei Fiegen mit einer Kappe schagen kann: Mein Geschreibe bleibt einerseits noch eserich (edigich paradais wird unzuässig verkürzt), andererseits habe ich jetzt unschätzbare Vorteie beim Taggen meiner Artike 🙂

    http://www.lyrikline.org/index.php?id=162&L=3&author=rg00&show=Poems&poemId=1219&cHash=cd7698ebfc

    Im übrigen hast Du nur ein bisschen Recht – im Gegensatz zu Frau arsfendi.

    Herziche Grüße,
    Michae

  18. @Michaell, allias Weillwirunsllieben: Solll das heißen, ich habe nur ein bisschen Recht, aber arsfendi völllig? Nee, das kannst Du nicht gllauben.

  19. weilwirunslieben

    @ngb:
    Nein, das so es nicht heißen, das wäre mir zu einseitig. Auch arsfendi hat sicher nicht vöig Recht, aber ihre Einsteung iegt mir (heute) näher als Deine. Früher, as ich noch jung und ungestüm war, hätte ich Dir vermutich 100%ig zugestimmt, heute ist das etwas anders. Da ich mitterweie weiß, dass ich zu 100% männich bin, kann ich durchaus auch Eigenschaften an mir zuassen, die eher als weibich eingestuft werden. Zum Beispie kochen oder mit meinen beiden Mädchen meine Wohnung weihnachtich dekorieren, ohne dass ich mir dabei böd vorkomme. Ich kann mich heute auf ganz viee Dinge einassen, auf die ich mich früher nicht eingeassen hätte.
    Nur verieben kann ich mich jetzt eider nicht mehr, wei mir dafür ein Buchstabe feht.
    Macht aber nix, dafür kann ich auch nicht mehr veretzt (verätzt???) werden.

  20. also ich beantrage, ich überleg das nochmal mit dem neuen Artikel im Grundgesetz zur Deutschen Sprache und zwar um die Erweiterung, dass auch bittschön alle Buchstaben die wir haben genutzt werden sollten – lest das mal mit Schneegestöberkopfschmerzen
    Herr WWUL ich bekomme einen Tee bitte oder besser eine Buchstabensuppe wär nicht schlecht, dann kann ich mir die jeweils fehlenden l’s auf den Bildschirm kleben

  21. also ich muss auch immer alles wissen Punkt!

    Auch wenn die Wahrheit schmerzhaft ist, sie lässt sich eben leichter ertragen, wenn man weiß, woran man ist!

  22. @Michaell, allias weillwirunsllieben:
    Es geht mir dabei nicht um die Unterscheidung männllich – weibllich. Eine sehr gute Freundin von mir (eindeutig wesentllich weibllicher alls ich) ist in diesem Punkt deutllich entschiedener alls ich.
    Zudem bin ich sellbst schon 47 und kann mir allso auch weiblliche Eigenschaften lleisten.

  23. @christina: Bedien‘ Dich ruhig bei mir! 😉

  24. @ronja: Wir verstehen uns (meist).

  25. So. Und jetzt raube ich Euch sämtliche Illusionen. Und zwar mit einem Spruch meiner werten Großmama.

    „Einem guten Mann sagt man nicht viel. Einem schlechten gar nichts.“
    🙂

  26. Und wie recht die Großmama doch hat.

    Und weil es so ein interessantes Thema ist, dreh ich die Geschichte doch glatt nochmal um.

    Wenn ich jetzt in der fiktiven Situation der eben geschilderten Geschichte stecken würde, also ich hätte einen Partner der sich mit einer anderen Frau trifft, ohne sich mit Hintergedanken zu beschäftigen, nein ich würde es nicht wissen wollen.
    Vielleicht hat es auch irgendwas mit Vertrauen zu tun.
    Ich muss mich nicht mit Dingen beschäftigen, die mit Vertrauen viel besser zu handhaben sind und mich nicht beunruhigen.
    Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.

  27. weilwirunslieben

    @christina:
    Es tut mir wirkich sehr eid, dass Sie Schwierigkeiten haben, meinen Ausführungen zu fogen!

    Aber statt sich deswegen zu grämen, soten Sie sich freuen. Zum Beispie darüber ,dass ich kein Chinese bin.

    Sonst wüden mi ja noch meh Konsonanten fehen. Im übigen steut he ngb doch genug davon, bitte bedienen Sie sich doch einfach dot.

    @ngb:
    Ich vestehe Dich gut, seh gut soga. Meine Einwände waen ehe povokative At. Es ist hat woh doch so, wie schon in einem de vohegehenden Beitäge festgestet wude: Männe sind Gocke !

    @onja auebebaut:
    Sie haben ja echt!

    @paadais:
    Diese Spuch beaubt mich ga keine Iusionen: Im Gegentei, e bestätigt meine Einschätzung. Und auch die von Hen Camus:
    „Chame ist die Kunst, als Antwot ein Ja zu bekommen, ohne etwas gefagt zu haben.“

    @asfendi:
    Okay, Goßmama hat echt, und das Thema ist wikich inteessant. Abe ich kann, da mi die Buchstaben ausgehen, eide nicht weite daauf eingehen, wei hie sonst ga keine meh was vesteht. Ich gaube, ich muss jetzt doch ma meine Tastatu ichten.

  28. Soll ich Ihnen ein paar Buchstaben meiner Tastatur schenken, werter Herr Wwul?
    Ich bin da heute sehr großzügig. Ehrlich. Vor allem Rs verschenke ich mit vorliebe, manchmal auch ein L oder ein H. Vielleicht liegts daran, dass man mich auch ohne Worte manchmal verstehen kann oder eben auch nicht.
    Mich muss man ja auch gar nicht immer verstehen.;-)))))

  29. weilwirunslieben

    iebste arsfendi,
    das „r“ geht inzwischen wieder, das fehende bräuchte ich aerdings dringender. Bitte schenken Sie mir ein“ „, wei sonst – mit den Worten von Robert Gernhardt – aes andere, nein das scheib ich jetzt nicht – beibt.

    Aeriebste Grüße,
    wwu

  30. Na rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr`s habe ich Ihnen ja auch reichlich geschickt.
    Wohlweislich auf Vorrat.
    Aber l muss ich noch suchen. das hab ich so gut versteckt und bei meiner Ordnung wird das mal gewaltig dauern.
    Und überhaupt findle ilch gehlts lauch mall ohnel:
    Alles ok?;-)))

  31. wrm gbt s brhpt s vl bchstbn, wnn mn ch mt vl wngr skmmt?

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