Kakapo


Nein, das ist nichts unanständiges.

kakapoEs ist der größte Papagei der Welt. Noch.
Nicht, weil größere kämen, sondern weil sie selbst gehen.
Bis heute morgen glaubte ich, ich hätte schon lange keinen Sex mehr, bei diesen Papageien hört jedoch das Weibchen nur alle 3 bis 4 Jahre auf den Ruf des Männchens.
Als ob das nicht selten genug wäre, tut es dies aber nur, wenn der Rimu-Baum blüht.

Nun gut, denkt das unbedarfte Männchen, dann fliege ich so lange durch den Urwald, bis ich ein paarungsbereites Weibchen finde …

… und merkt dann mit Schrecken, dass es von der Evolution mit Stummelflügeln bedacht wurde, die es flugunfähig machen.

q.e.d.: Auch die Evolution arbeitet mit trial and error

Also sitzt das Männchen geduldig auf einem Ast, singt ohne Unterlass sein Lied, wackelt mit seinen Stummeln (auf die Größe kommt es nicht an, wenn man nicht damit fliegen möchte) und wartet auf ein Weibchen und die Blüte des Rimu-Baums. Irgendwann blüht der Baum, ein Weibchen kommt des Wegs …

… und hat Migräne.

Zu dumm zum Paaren!

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20 Antworten zu “Kakapo

  1. … tja, von wegen die Natur ist perfekt… Das arme „Vogelschwein“…. und wenn sie nicht gestorben sind… – muss en Weibchen vobeigekommen sein 😉

  2. Der Orgasmus eines Schweins dauert 30 Minuten…
    Kakapos tun es nur alle drei Jahre.
    Und einige hardcore Löwen paaren sich bis zu 50 mal am Tag.
    Ich glaube, ich wäre lieber ein Schwein: Qualität geht doch eindeutig über Quantität 🙂

    Viel Spass auf der Suche nach einem paarungswilligen Weibchen ohne Migräne.

  3. @ronja: Die Natur war perfekt. Die Kakapos hatten auf Neuseeland keine Bodenfeinde. Das heißt sie mussten nicht wegfliegen. Vor Adlern schützten sie sich, indem sie ganz still hielten und sich auf ihre Tarnung verließen. Diese Taktik wenden sie auch heute noch bei den von Menschen eingeführten Raubtieren an, nur bei denen funktioniert sie nicht.
    Sie halten still und lassen sich fressen.

  4. @lila: die ganze Paarung des Kakapos scheint so kurz zu sein, dass sie wohl noch nie beobachtet wurde. Und dafür sitzt das Männchen eine ganze Nacht in der Balzgrube und pumptbis zu 8 Stunden seine Kehlsäcke auf.

  5. Liebster NGB, könntest Du mir bitte schnell mal verraten, wo ich einen Rimu-Baum finde?

    Warum?

    Och, nur so …

    ;o)

  6. In Neuseeland gibt es die. Sie haben alle drei bis fünf Jahre eine sogenannte Baummast.
    Als Mast bezeichnet man eine Phase, in der ein Baum den Großteil seiner Energie in die Bildung von Samen fließen lässt. In diesen Jahren geht das Wachstum des Baumes zurück.
    Einen solchen Rimu-Baum in der Mast benötigt der Kakapo, weil diese Samen dem Bestand als Nahrung dienen.
    Falls Du irgendwer also einen Paarungspartner sucht, der sich auch von anderen Dingen ernährt, würde sich diese Person viel Wartezeit sparen.

  7. Ach, kein Problem: Ich habe ohne Ende Zeit! Hauptsache, es geht schnell!

  8. Essen ist nicht so wichtig. Hauptsache der Kühlschrank ist voll.

  9. Von dem Vogel habe ich heute Morgen auch gelesen und er hat mich sehr angerührt, so dass ich mir überlegte, heute Abend darüber zu bloggen. Bis eben hatte ich es aber wieder vergessen. Aber nun muss ich ja auch nicht mehr darüber schreiben. Das hast du für mich getan.
    Und natürlich arbeitet die Evolution mit trial and error womit denn sonst? Nur wird es auf Biologendeutsch Mutation und Selektion genannt.

  10. @acqua: Es soll Menschen geben (nicht nur in Amerika) die nach wie vor an eine wohldurchdachte Schöpfung glauben …

  11. Ein feines Beispiel für/gegen männliche Unflexibilität.
    😉

  12. @buchstäblich:
    Du verwechselst da etwas. Die Männchen der Kakapos sind sehr flexibel. Die sind während der Balz so scharf, dass sie sich mit allem paaren, das ihnen in den Weg kommt (laut Wikipedia auch mit heruntergefallenen Pullovern, auch wenn ich nicht weiß, wo diese im Neuseeländischen Dschungel herkommen).
    Es sind die Weibchen, die darauf bestehen, dass erst der Rimu-Baum blüht, bevor er „ran“ darf.

  13. Dann sollten die Kakapokerle ganz flexibel viele Rimusamen fressen und anderswo beim Spaziergang wieder ausscheiden, damit es bald ganz viele Rimubäume gibt, um die Blüh- und Vögelwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

    Aber wer von der Liebe nicht begflügelt wird, der muss halt warten können und Pullis poppen.

  14. Hätten die Rimubäume eine Halbmast oder Sprengmast, würde das vielleicht helfen, aber wenn sie eine Vollmast haben, können die Kakapos Samen aus ihrem Po kacken (haben sie davon ihren Namen?) wie sie wollen.

  15. Dann bleibt die Stimmung der Kakapo-Kerle wohl auf Halbmast.

    Ob die Tierschützer ihnen demnächst aus humanitären Gründen Gummiweibchen ins Geäst setzen, so als Abhilfe gegen die sexuelle Frustration, die ja immerhin Depressionen nach sich ziehen könnten?

  16. Bei mir helfen Gummiweibchen nicht gegen Frustration oder Depressionen.

    Apropos Frustration: Ist das die Ration, die man sich bei Frust hinter die Kiemen schiebt?

  17. Genau. Also lieber Gummibärchen als Gummiweibchen.

    (Oh, das gibt wieder tolle Suchbegriffe!)

  18. Gummibärchen sind mir viel lieber als Gummiweibchen. Und sie helfen sogar etwas gegen Frust.

    Übrigens: Dieses Mal landen die Suchbegriffe bei mir!
    Soll ich Dir welche abgeben? 😀

  19. Sind meine Suchbegriffe nicht schon schlimm genug? Außerdem habe ich dir diese mit Freuden geespendet!
    😉

  20. Wer kommt schon auf die Idee, nach Gummiweibchen zu suchen?!
    Zudem ist es langweilig, im Vergleich zu anderen Suchbegriffen.

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