Das Nest


Die Worte stammen aus unzähligen Büchern. Erobert in vielen Expeditionen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Gefunden während langer Fahrten mit der Bahn. Manche sperrig, andere filigran. Sanft, weich und warm oder kantig, scharf, kalt. Doch jedes für sich ein wichtiger Teil des Nestes. Kaum eines von ihnen sieht noch aus wie zum Zeitpunkt seiner Entdeckung. Sie haben Rost angesetzt oder Grünspan. Sie sind spröde geworden oder aufgequollen. Aus ihnen wachsen Gedanken in allen Farben und Formen.

Advertisements

30 Antworten zu “Das Nest

  1. was gibt es schöneres, wenn aus etwas bestehendem etwas neues wächst? nester sind gut. sie sind der beginn von neuem leben.

  2. Komisch meine Worte die habe wurden mir zuerst zugesprochen. Es heißt doch wohl nicht umsonst Muttersprache oder?
    Die Worte unter der Bettdecke mit der Taschenlampe habe ich erst später gelesen und die Hoffnung auf eine bessere Welt in mir wach gehalten.

  3. Liebe Canela!
    Zunächst ist dieses Nest noch eine schützende Höhle. Ich bin neuem Leben gegenüber jedoch positiv eingestellt.

  4. @rotegraefin:
    Die ersten Worte die Kinder hören sind nicht alle besonders geeignet, sie aufzubewahren (dutzidutzi, wauwau, eieiei, …) Durch die Bücher, die ich gelesen habe, fühlte ich mich angesprochen.

  5. Oh je, das finde ich aber wirklich schäbig von Dir *ganz böse guck* wenn ich Dich jetzt ernst nehme, was Du da schreibst, dann stellst Du Deine Mutter oder wer auch immer Dich erzogen hat, als schwer geistig behindert hin. So was ist gemein! Außerdem musst Du selber bis zum lesen lernen völlig verblödet geblieben sein.
    Wenn ich diese Überlegungen alle berücksichtige, dann ist an Dir ein ausgesprochenes Wunder geschehen. Denn dafür drückst Du Dich erstaunlich gut und differenziert aus. 🙂
    Ganz egal wie dem auch sei, mach Dir klar, dass Du mit jedem Wort was Du sprichst, etwas bewirkst und auslöst.

  6. oh, wird jetzt hier weitergepöbelt? 😉

  7. @ offensichtlich
    Ich hab schon immer die Arbeit übernommen, die notwendig war und an der sich niemand die Finger schmutzig machen wollte. Mach es besser als ich!
    😀

  8. Danke, nein, kein Bedarf.

  9. @rotegraefin:
    Ich habe besonders meiner Mutter die Liebe zur Sprache und zum Lesen zu verdanken, aber Sprache bewusst wahrzunehmen ist Kleinkindern üblicherweise nicht vergönnt.
    Ich scheine Dir auf irgendein Hühnerauge getreten zu sein, wass ich nicht wollte. 🙂
    Mir ist allerdings nicht klar, welche Drecksarbeit hier zu erledigen war, danke Dir jedoch, dass Du sie uns abgenommen hast. Endlich wieder sauber hier 😆

  10. @offensichtlich: Keine Sorge, es passiert nichts. 🙂

  11. Ok. Ich setz mal neues Teewasser auf 🙂

  12. Ich hätte gerne einen Rooibos Tee …

  13. @nedganzbachert,
    sehr schön endlich noch einmal jemand der meine Arbeit zu schätzen weiß und ihr mit dem nötigen Humor begegnet.
    Nöh Hühneraugen besitze ich keine. Kannst mir also auch nicht drauf latschen. Schon gut. 😀
    Ich hab nur angewöhnt manches wörtlich zu nehmen und auf zuspießen. Das können allerdings nur Menschen mit Humor verstehen und wie Du mit einem solchen auch beantworten. Die Damen der Schöpfung bringe ich damit noch gehörig auf die Palme, wie Du hier zu Deinem Vergnügen sehen kannst. 😀
    Ich will ja was bewirken und vor allen Dingen eine Antwort haben. Ist doch gelungen oder? 😉

  14. Wer mit 47 noch keinen Humor besitzt hat wirklich ein Problem. 😀
    Und Antworten kann man von mir fast immer erhalten (nicht immer ist man zufrieden damit).

  15. ups, klang für mich nicht sehr humorvoll. Allerdings mag ich diese weit verbreitete „Kindersprache“ mit denen Säuglinge permanent „berieselt“ werden auch nicht. Meinem Sohn habe ich schon früh ganze Worte beigebracht, dass vielleicht ein „Becherchen“ oder ähnliche Verniedlichungen dabei waren, ist vielleicht noch zu verzeihen. Aber letztendlich werden auch die Kinder mit „Kindersprache“ groß und können ganze Sätze reden 😉

  16. Guten Morgen, liebster Herr Nedganzbachert.

    Worte sind etwas ganz Großartiges. Immer und immer wieder. Auch wenn bereits alles schon gesagt oder geschrieben steht.

    Dennoch, im persönlichen LiebesBereich mache ich eine Einschränkung, – am liebsten sind mir die Unausgesprochenen. Die- die man fühlen kann. Von jenen Menschen unausgesprochen, bei denen man weiß, dass sie ebenso fühlen.

    Ansonsten verstehe ich nicht, aus welchen Gründen Ihr Euch Alle den Blog vers***** lasst.
    Nicht umsonst gibt es die Funktion: „Kommentar nicht freigeben.“

    Ich wünsche einen angenehmen Wochenstart und liebe Grüße
    H.

  17. @ronja:
    Verkleinerungsformen wie Püppchen sind für mich völlig ok, aber wauwau und hamham müssen nicht sein.
    Ich denke dabei an den Satz einer Mutter in einem Zoo, den ich irgendwo gelesen habe.
    „Mach mal dat Mäh ei.“ mit dem sie ihr Kind dazu auffordert eine Ziege zu streicheln.

  18. Verehrteste Frau Paradalis,
    die unausgesprochenen Worte sind jene, die den Gefühlen ohnehin kaum gewachsen sind, die man dann empfindet. 🙂

    Die von Ihnen angesprochene Funktion habe ich auch schon genutzt, aber solange die Kommentatoren etwas zu sagen haben, lasse ich sie. Es muss ja nicht meiner Meinung entsprechen.

    Ihr ergebenster ngb

  19. Genau ngb, sehe ich genau so.

    @paradalis: Diskussion belebt das Geschäft 😉 bzw. den blog 😉 – Menschen können eben nicht immer einer Meinung sein.
    Gruß Ronja

  20. @paradalis
    wer versa.. hier wem was?
    Ich bringe gerne Klarheit in die unausgesprochenen Gefühle und benenne sie. Dies scheint mir dringend erforderlich in dieser verrückten Welt.
    http://rotegraefin.wordpress.com/2009/01/25/interessant-und-was-sich-daraus-entwickelt/

  21. @ronja

    Sicher hast du recht damit. Ich finde es auch erfrischend, wenn man nicht immer einer Meinung ist.
    Wenn es allerdings so weit geht, dass private Nachrichten öffentlich gemacht werden, erst recht, wenn unbeteiligte Dritte dort erwähnt werden (also über sie gesprochen werden), hört bei mir der Spaß auf. Und da halte ich es dann ganz banal mit diesem Spruch:

    „Wer das einmal macht, macht das immer wieder.“
    Und ich halte mich von solchen Personen fern.

    Doch jeder hat da andere Befindlichkeiten. Ich muss sie ja auch nicht verstehen.

    Gruß
    H.

  22. Wie schön ein Text über das Wort. Ich denke , ich kann es nachempfinden, wie so vieles, wo mir auch immer wieder die Worte fehlen.
    Da gebe ich Frau Paradalis recht, manchmal sind es wirklich diese unausgesprochenen Worte, die man einfach nur fühlt, die einen berühren und die Wärme eines Nestes geben.

  23. Danke für Eure Resonanz.
    Das hilft beim Denken!

  24. Genau wie bei unausgesprochenen sollte auch bei den ausgesprochenen Gedanken jeder die Freiheit haben, sie zu haben und sie zu äussern. Das ist eines unserer Grundrechte.

  25. @offensichtlich:
    Richtig.
    Trotzdem behalte ich mir vor, in meinem Blog das Hausrecht auszuüben, denn es kommt schon auch ein bisschen darauf an, wie man das tut.
    Bisher musste ich das aber nur zweimal tun.

  26. Klar, natürlich – so war das auch nicht gemeint. Eher in dem Sinne, dass man sich nicht anderen automatisch verschliessen sollte, nur weil sie eben anders gestrickt sind.

  27. Gott bewahre! Dann wär ich ja ganz allein! 😆

  28. @paradalis… – ich glaube so schlimm war das nicht, da hat jemand etwas in „den falschen Hals“ bekommen. Der Ton dieser Worte ließ etwas zu wünschen übrig und entbehrte einer gewissen Höflichkeit, aber… – in Köln sagt man: „Jeder Jeck ist anders“ 🙂 und ngb weiß schon, wann es zu weit geht.
    Liebe Grüße Ronja

  29. Liebe Ronja!
    Danke für Dein Vertrauen 🙂

  30. 🙂

    Liebe Grüße zurück.
    H.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s