Kindheit

Einen Urlaub bei meiner schwarzwälder Gotti (Patin) im Sommer ’63 im zarten Alter von 1,5 Jahren habe ich genutzt um sauber zu werden.
Dies ist durch etwa 163 Bilder dokumentiert.

  • ich mit Zeitung auf dem Töpfchen auf der Terasse
  • ich ohne Zeitung auf dem Töpfchen auf der Terasse
  • ich lachend auf dem Töpfchen auf der Terasse
  • ich auf dem Töpfchen neben einem Planschbecken auf der Terasse
  • ich auf dem Töpfchen neben meinem Cousin auf der Terasse
  • ich auf dem Töpfchen neben meinem Onkel auf der Terasse

Ich kam also sauber in den Kindergarten. Von den vielen Abenteuern dort berichte ich ein anderes Mal.
Die muss ich mir erst noch aus den Fingern saugen.

Dort lernte ich meine erste große Liebe kennen – Gisela!
Tut mir leid Gisela, aber wenn ich den Namen geändert hätte, würde es sich jetzt falsch anhören.

Mindestens einmal war ich bei ihr zu Besuch, denn ich kann mich an ihre Blecheisenbahn erinnern.
Sie wurde im Kindergarten irgendwann in die Gruppe der „Großen“ verschoben und ich musste bei den „Mittleren“ bleiben. Und das obwohl ich doch schon sauber war!
Irgendwann danach – wir saßen alle brav nebeneinander an einem Tisch zum Spielen – musste ich plötzlich auf die Toilette. Kurz davor entwischte mir dann etwas, von dem ich einen Moment gehofft hatte, es sei ein Pups … den Rest erspar‘ ich Euch! Mir blieb allerdings nicht erspart, mir von einer Kapuzinerin eine fremde – wenn auch frische – Unterhose anziehen zu lassen.

Später kam auch ich zu den „Großen“ nur um feststellen zu müssen, dass dort auch nicht das Reich der Seeligen war. Ich traf zwar Gisela wieder, musste jedoch zur Kenntnis nehmen, dass sie einen anderen Musikgeschmack als ich hatte. Sie stand auf den Flohwalzer.
Ich möchte nicht darüber sprechen – nur soviel – das war mein erstes bewusstes Trauma.

Apropos Trauma:

Bei der Durchsicht der Bilder bin ich auf einen weiteren guten Grund für meine „Störungen“ gestoßen. Wir hatten einen Pudel! Ich kann Pudel nicht ausstehen – ich mag nur Hunde. Sein Name war Fipsi. Ich werde gleich heute Abend nach einem Traumatherapeuten suchen.

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Eine Antwort zu “Kindheit

  1. Ein nettes Bild mit verschmitztem Lächeln, nur schade wegen des Traumas…

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