Archiv der Kategorie: Chronisches

Einmal …

wollte ich fernsehen, aber 30 Sender sind noch nicht genug.

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Letzter Arbeitstag …

… und langsam komme ich in die Phase, in der andere schon seit einigen Tagen und das Fernsehen schon seit vielen Wochen ist – Jahresrückblick, Inventur (hier: die persönliche), Bilanz (dito) …

Gesamturteil: Das beste Jahr seit langem, weswegen ich es wohl als hervorragend bezeichnen muss, auch wenn es nicht immer toll war.
Es gab einige schmerzhafte Einschnitte, aber immerhin habe ich diese gefühlt, erlebt und überlebt.

Wie immer stellt sich auch heuer wieder die Frage, wie ich dieses Jahr angemessen beende.
Probiert habe ich schon manches.
Einmal in einer alten Fabrikhalle mit hunderten Gästen die ganze Nacht „abgehottet“, ein anderes Mal alleine in der Wohnung gesessen und gelesen.
Dann wieder mit Freunden gemütlich zusammen gefeiert oder mit 50 anderen Gästen an einem schicken Buffet teilgenommen.
Auch schon zu zweit in einer fast eingeschneiten Hütte verbracht oder mit einer Clique auf der Piste.
Mit der Familie gemütlich zuhause oder alleine an einem Strand der Ostsee.

Die meisten Alternativen fallen dieses Jahr aus unterschiedlichsten Gründen weg. So wie jedes Jahr manche Alternative wegfällt, weil man am 30.12. aus unerfindlichen Gründen keine Karten (oder Zimmer, oder Flüge, oder Partner, oder …) mehr dafür bekommt.

Ach ja, und dann waren da noch die Vorsätze:

Bisher habe ich sie immer weg gelassen, aber dieses Mal mache ich es wie Redder …

Und jetzt geht’s ins Bett …

… müde von 6 Stunden Bergwandern, vielen Stunden Reden, 5 Stunden Feiern und Brunchen 3 Stunden Zug- und Busfahren.

Den Kopf voller Gedanken, ein Gähnen im Hals steckend, Lidern, die so schwer sind, dass die Nackenmuskeln schmerzen.

Gute N8 allseits!

unzeitige Kreativität

Manchmal kommt die Kreativität über mich, wie eine Welle.
Sie ist nicht groß genug, um darauf zu surfen, aber man kann sich immerhin daran verschlucken. Sie schwappt über mich und ich produziere Kreatives.

Ob ich nun mit Ton arbeite oder mit Farbe, ob ich Kalligraphie mache oder schreibe, es gibt eine produktive Phase und dann ist es wieder für eine Weile vorbei.

Danach habe ich einige neue Objekte, Skulpturen, Bilder oder auch nur ein paar neue Artikel für den Blog.

Diese Keramikschale wäre doch ein schönes Geschenk für meine Mutter und Sylvia könnte ich den Origamidrachen als kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen (Sie mag Drachen). Die Kohlezeichnung hat Martina gut gefallen. Ich könnte Sie ihr an Weihnachten schenken. Die drei Artikel für den Blog hebe ich mir für die Zeit auf, in der ich ein paar Tage keine Einfälle habe.

Aber jedes Mal das gleiche Problem. Wenn ich eine meiner Kreationen erst einmal als Geschenk für eine bestimmte Person deklariert habe, kann ich es nicht erwarten, sie zu verschenken, was dazu führt, dass die bedachte Person sich freut, aber ich an Weihnachten (Geburtstag, Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit, Scheidung, Beerdigung) kein Geschenk mehr habe.

Das gleiche geschieht im Blog. An einem Tag schreibe ich drei Postings, aber statt mir einen gewissen Vorrat für schlechte Zeiten anzulegen, haue ich sie auf einen Schlag raus.

Und heute stehe ich nun hier und sehe mich gezwungen, über meine Einfallslosigkeit und meine Unfähigkeit zu schreiben, mir eine Notration anzulegen.

Ablenkung

Ich sitze am Schreibtisch und bin heilfroh, dass Freitag ist, weil mir schon wieder der Schädel brummt (nein, es war kein Alkohol im Spiel – keine Alkohol, keine Zigaretten, keine Frauen)

Das erinnert mich daran, dass ich meine Krankmeldung von letzter Woche noch abgeben muss. „Die muss doch in meiner Jacke sein?!“

Dort finde ich sie auch – und noch die Adresse eines Facharztes. „Hoppla, mit dem muss ich noch einen Termin vereinbaren.“

Ich beginne zu wählen und als es das erste Mal „tutet“ fällt mir ein, dass ich für diesen Termin und einige andere Dinge nächste Woche einen Tag Urlaub nehmen wollte. Ich lege auf.

Also greife ich in die Schublade, finde dort aber keine Urlaubsanträge mehr. Ich bin schon an der Tür auf dem Weg in die Personalabteilung, doch beschließe plötzlich, dass ich dann auch gleich noch ein paar andere Arbeitsutensilien holen könnte. „Ein Lineal, Klammern für den Hefter, … was war noch?“

Ich setze mich wieder an den Schreibtisch und beginne eine Liste der benötigten Dinge zu erstellen. „Mist, heute ist es ja schon zu spät für die Materialausgabe!“ Also schiebe ich die Aufstellung unvollendet auf die Seite.

Mir wird plötzlich klar, dass ich wieder dabei bin, mich vollkommen zu verzetteln und beschließe dieses Beispiel zu dokumentieren, um den Mechanismus besser zu verstehen.

Also starte ich einen Texteditor um das Ganze in Stichworten zu notieren.

Der Editor öffnet sich und eine Meldung erscheint, dass es sich nicht um die aktuelle Version des Programmes handelt. Da ich mit diesem Editor auch meine Programme schreibe, habe ich schon ungeduldig auf das Update gewartet und lade die aktuelle Version herunter.

Nach der Installation öffnet sich die ReadMe.txt und unterrichtet mich darüber, welche neuen Features die aktuelle Version besitzt und welche Bugs ausgeräumt sind.

Ich beginne zu lesen.

„Super!“ Ein nerviger Fehler ist endlich ausgeräumt, so dass ich jetzt auch unsere Programmiersprache korrekt als benutzerdefiniertes Profil in das Code-Highlighting einbinden kann …

„STOP!“

„Du verzettelst Dich schon wieder!“

Die Konfiguration des Editors muss warten.

Zumindest habe ich jetzt diese Liste!
Und meinem Vorgesetzten habe ich wenigstens per Mail mitgeteilt, dass ich Mittwoch Urlaub möchte.

Aber welche Tätigkeit habe ich unterbrochen, als ich die Krankmeldung suchte …?

Weltpolitik

Ein Grieche, ein Deutscher und ein Türke fahren Bus …

Wer hat eben gerufen: „Den kenn ich schon!“?
Das ist kein Witz!
Gestern erlebt!

Also … Der Grieche (Mitte 30) ist der Busfahrer, der Deutsche (Anfang 40, aber mit dünnem Haar) sitzt in der ersten Reihe.

Deutscher: „… und überhaupt, die Amerikaner unterstützen die Taliban und haben das Flugzeug-Attentat auf die beiden Türme selbst organisiert, weil sie wollen, dass es überall Krieg gibt und sie sich als Weltmacht behaupten können …“

Ab hier habe ich eine Lücke, weil ich mich vor lauter Ärger nicht mehr konzentrieren konnte.

„Natürlich! Und Elvis lebt! Und die Amerikaner haben die Mondlandung in irgendeiner Wüste gedreht! Und Kennedy wurde von seiner Enkelin aus der Zukunft erschossen! Ich weiß das alles schon. Jeder weiß das. Aber woher will der das wissen?“

Grieche: „… Politiker haben Alter fur Rente hoch gemacht auf 67. Das gib’s nich. Du gibs‘ mit Rakete und ich s’ießen selber in Bundestag. Habe ich dann Recht oder bin ich Terrorist?“

Mist! Jetzt habe ich den Anschluss verpasst … ohne Zusammenhang zum vorher gesagten kann ich die Frage nicht beantworten, neige aber zu Letzterem. Und wenn er jetzt nicht schnell wieder nach vorne sieht, erschlage ich ihn.

Der Türke (um die 60) steht von seinem Platz in der vierten oder fünften Reihe auf, geht nach vorn und stellt sich zwischen die beiden.

Jetzt wird’s spannend!

Türke: „Darf ich zuhören?“

Der Deutsche rückt zur Seite und der Türke setzt sich neben ihn.

Da wir nun kurz vor der Haltestelle waren, an der mein Spross und ich umsteigen mussten, ließ meine Konzentration zu wünschen übrig, weshalb ich den Türken nicht verstand.

Nun, das zumindest, verbindet ihn mit den anderen beiden, denn die habe ich auch nicht verstanden.

Wie Mann … sprachlich korrekt bleibt …

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder!
(…oder müsste es „Mitgliedinnen und Mitgliederer“ heißen?)
Liebe Elterinnen und Elter!
Liebe Kindinnen und Kinder!

AufAngeregt von einer Seite der Grazer Verkehrsbetriebe (wie bin ich nur dorthin geraten?) möchte ich einen kleinen Ausflug in die deutsche Sprache unternehmen, deren Erfinder mir nicht namentlich bekannt ist, der aber offenbar ein Frauenhasser war (ich nehme an er wurde vergiftet).
Wie anders lässt es sich erklären, dass er mit der deutschen Sprache die Frauen diskriminiert?

Hierzu ein paar Beispiele:
„60 % der Lehrer sind Frauen.“ Wieso unterschlägt man sie dann? Das ist unerhört!
Oder „Der Abteilungsleiter„!
Damit unterstellt man den Frauen, sie hätten keine Fähigkeit zum Führen.
Immer das gleiche!
Genauso wie bei „Führungskraft“ …
… ach ne, die ist weiblich …

aber es gibt ja noch viele gute Beispiele:
Koryphäe… äh, mhmm, auch weiblich … also ich meine das Wort ist weiblich … die Koryphäe der deutschen Geschichtswissensschaft Heinrich August Winkler z.B. wäre sicher nicht begeistert, wenn ich sie, ähh, ich meine ihn, als weiblich bezeichne … womit ich natürlich nicht sagen will, dass ich das weibliche Geschlecht gering achte … ich seh‘ schon, ich bin heut wohl nicht in Form und red‘ mich hier noch um Kopf und Kragen.

Aber jetzt!
Autorität
… oops!
Ob SIE glaubt, ich besäße keine Autorität, weil diese weiblich ist? … werd‘ sie gleich heut‘ Abend fragen.

Da ich heute offensichtlich keine große Hilfe bin, verweise ich auf das Handbuch zur nichtsexistischen Sprachverwendung in öffentlichen Texten, das sicher auch für den zwischenmenschlichen Bereich einige gute Tipps parat hat.

*vormichhingrübel* … Ärger, Missmut, Zorn, Schmerz, Untergang, Tod … alles männlich, so ein Mist! … Ja, der auch …