Archiv der Kategorie: Geärgert

Sie lernen es (vielleicht noch)

Bei Aldi und Konsorten gibt es inzwischen regelmäßig Decken in der Größe 220 x 155 cm im Angebot und sogar die passenden Bezüge.

Das Schuhgeschäft, das ich letzte Woche besuchte, führte Schuhe bis Größe 50.

Als ich neulich bei S’Olaf ein Hemd kaufte, entdeckte ich Oberbekleidung bis XXXL (was sogar mir zu groß wäre)

Ein Bett mit 220 cm Länge habe ich schon seit Jahren.

Klar hat es „Übergrößen“ schon früher gegeben, aber nicht ohne mit einem saftigen Aufschlag zur Kasse gebeten zu werden.
Doch für mein Bett habe ich lediglich 10% mehr bezahlt, weil es 10% länger ist. Richtig so!

Es gibt sie also, die Unternehmer, die „die Großen“ endeckt haben. Doch so ganz verstanden haben es noch nicht alle.
Die Tochter meiner Freundin (eine 188er Prachtweib) hat von ihrem Arbeitgeber gesagt bekommen, sie hätten keine extra hohen Schreibtische. (Ich erklärte ihr, dass dieser verpflichtet ist, ihr einen ausreichend hohen Arbeitsplatz zu stellen.)
Aber die Normhöhe für Schreibtische wurde sogar von 75 cm auf 72 cm nach unten korrigiert, weil die EU entdeckte, dass die Portugiesen den Schnitt senken.

Richtig besch… finde ich jedoch, dass mir bei meiner Hochwasseraufräumaktion das Kreuz an einer viel zu niedrigen Küchenspüle abfault …

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Ich kriege sie alle!

Dros.Kopf front.140xSie finden sich jedes Jahr ein.

Mal früher, mal später.

Heute ist eine Invasion über mich herein gebrochen. Zu tausenden stürmten sie meine Wohnung und warfen sich auf mein Obst, das schon nach kurzer Zeit unter einer dunklen Wolke zu verschwinden drohte.
Manche starten jetzt den Staubsauger, aber ich habe nur Parkett und Fließen und sehe nicht ein, dass ich wegen dieser Kreaturen diese Maschine aus dem Keller hole.

Letztes Jahr hatte ich im Internet nach erfolgversprechenden Methoden zur Vernichtung dieser feindlichen Truppen gesucht. Dort gab es auch eine Menge heißer Tipps.
Keiner überzeugte mich.

Dieses Mal beschloss ich also zu improvisieren und mich von meinen eigenen Beobachtungen inspirieren zu lassen.

Sie stürzen sich besonders auf Bananenschalen. Einmal kurz nicht aufgepasst, tummeln sie sich in meinem Rotweinglas. Sie umschwirren den Abfall in der Küche, in dem gestern die Steine von Pflaumen landeten und aus dem es jetzt etwas sauere riecht.

Na, wenn sich daraus nichts machen lässt!

Ich zerdrücke ein kleines Stück Banane, übergieße diese in einem Joghurtbecher mit wenig Rotwein, gebe einen Spritzer Essig hinzu und beseitige die Oberflächenspannung dieses Cocktails mit einem kleinen Tropfen Spülmittel.
Dann heißt es warten.

Und was soll ich sagen – es funktioniert.

Jetzt fliegt nur noch eine einzige Fruchtfliege um die Lampe in meinem Wohnzimmer. Es handelt sich wohl um eine Mutation, die nicht weiß, was den anderen schmeckt …

*klatsch*

Es handelte sich wohl um eine Mutation …
Ich durfte nicht riskieren, dass sie sich vermehrt, sonst muss ich mir nächstes Jahr ein neues Rezept ausdenken.

Ich gebe zu, ich will König sein!

„Hier hat ein neuer ‚Esprit‘ eröffnet.“

„Interessiert mich nicht.“

„Wieso nicht, Du wolltest doch nach ein paar Hemden sehen.“

„Ja, aber nicht bei Esprit.“

„Die haben auch Herrenhemden.“

„Mag sein, aber die wollen mich nicht.“

„Ach was, wie kommst Du auf diesen schmalen Steg?!“

„Wenn im Schaufenster eines Geschäftes nur Damenkleidung zu sehen ist, werde ich es nicht betreten.
Ein Schuhgeschäft, das Männer in den Keller verbannt, sieht mich nicht wieder.“

Ich gebe zu, Missionare hab‘ ich gefressen!

Der evangelische Geistliche einer Gemeinde in der ich für einige Jahre lebte, predigte an Weihnachten, wenn jeder Deutsche nur einen Euro spende, könne man davon soundsoviele Bibeln für Kinder in der dritten Welt kaufen.
Hätte mich mein Sitznachbar nicht gebremst, hätte es passieren können, dass ich dem Pastor von der Empore herab ins Gesicht springe.
Einen Schrei konnte ich mir gerade noch verkneifen, jedoch nicht, umgehend diesen Gottesdienst zu verlassen.

Jetzt gibt es in Rom einen Kirchenführer, der Kondome verteufelt, weil ihm Keuschheit wichtiger ist als menschliches Leben, oder glaubt er, dass die Menschen auf Sexualität verzichten, nur weil dieser Deutsche ein gestörtes Verhältnis zu ihr hat?
Und wieder ziehe ich die Konsequenz aus diesem und anderer Fehltritte (Piusbruderschaft etc.) und trete aus der Kirche aus. Dieses Mal aus der katholischen.

Aber Missionierung ist kein Privileg der Kirchen, gleich welcher Konfession.
Sogar Atheisten können bis zur Ermüdung davon predigen, es gebe nichts, an das man glauben könne.

Andere predigen von der Verderbtheit des Mannes, der Verruchtheit des Weibes, der Unschuld des Tieres, der Liederlichkeit des Mammon, der Weisheit der Sterne …

In diesen Fällen bleibt mir auch die Möglichkeit auszutreten – ich hoffe, ich treffe den richtigen Arsch.

Die spinnen, die Amis …

Da blättere ich doch heute in den Online-Seiten von c’t und stoße auf ein Thema, das nur insoweit mit Computern zu tun hat, dass es sich um Online-Prüderie handelt.

Da wurde doch tatsächlich von Facebook das Bild einer stillenden Mutter aus deren Online-Album entfernt. Es verstoße gegen die Bestimmungen, nach denen keine Bilder gespeichert werden dürfen, die Drogenkonsum oder Obszönitäten enthalten.

Sie hat bei Facebook eine Gruppe mit dem Namen „Hey, Facebook, breastfeeding is not obscene!“ gegründet, die inzwischen über 186000 Mitglieder hat.

Ich gebe zu, das kostet mich den Verstand …

Diese unsägliche „Show“ DSDS kostet mich den letzten Nerv. Nach jeder Staffel denk‘ ich mir, das müsste jetzt endlich ein Ende haben.
Nun könnte jemand sagen, ich müsse es nicht ansehen …
,,, aber leider werde ich von meinem Sohn auf dem laufenden gehalten.
Endlich sollten die letzten untalentierten Trottel endgültig bei diesen Castings von ihrer Unfähigkeit überzeugt sein.
Haben diese armen Schweine alle keine Freunde, die sie vor dieser Blamage schützen, indem sie ihnen ehrlich sagen, dass sie wertvolle Menschen sind aber
NICHT SINGEN KÖNNEN???

Der Hofhund

Im Vorübergehen klopfte ich ans Tor und warf eine paar Worte in den Hof.

Kläffend rannte der Hofhund nach vorn:
„Verschwinde hier!“ bellte er.

„Ganz ruhig Kleiner, ich nehm‘ Dir keinen Knochen weg.“

Doch der Köter gab keine Ruhe. Langsam wurde ich ärgerlich:
„Nun hör schon auf, ich beiß‘ Dich nicht!“

„Du hast hier nichts zu suchen!“ keifte er durch den Zaun.
Ich antwortete ihm nicht mehr. Er war gestern selbst noch fremd hier und bald wird ein anderer Hund auf den Hof aufpassen.