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Wer tröstet mich jetzt?

… denn ich habe heute den Schutz der katholischen Kirche verloren.

Da sie mich in 47 Jahren nicht exkommunizierten, musste ich heute also selbst austreten. Schon deshalb hat es sich gelohnt Bayern zu verlassen, da es dort wesentlich teurer ist. Ich hege den Verdacht, dass damit einer allzu großzügigen Religionsfreiheit entgegen gewirkt werden soll.

Eigentlich müsste die katholische Kirche diese Gebühr übernehmen, denn diese hat all die Jahre für eine Zugehörigkeit kassiert, um die ich nicht gebeten habe, aber Schwamm drüber …

Nun muss ich regeln, dass ich mir im Bedarfsfall bestimmte Dienste von anderen Stellen holen muss.
Es würden sich sicher Menschen finden, die mir die Beichte abnehmen und wieder andere, die mich büßen ließen – für was auch immer – doch bei der Beichte war ich auch in der Kirche seit Jahrzehnten nicht mehr.
Vielleicht habe ich dies irgendwann eingestellt, weil ich die Kirche nicht mehr als kompetente Instanz für moralisches Handeln gesehen habe.

Dazu hat zunächst Johannes Paul II beigetragen und nun auch der Bayer.

Am Wochenende werde ich darauf eine Flasche Sekt köpfen!

Zum Wohl … 😀

Polly

Was ist noch schöner, als mit ihr Schokolade zu kaufen?

Richtig! Mit ihr thailändisch zu essen und dann ein Konzert mit Polly zu besuchen. Eine  – nach eigenem Bekunden – Nirvana-Coverband, die jedoch auch Songs von Pearl Jam, Green Day, Oasis, Metallica und anderen auf Lager haben und mit ihrer Spielfreude, das Publikum aufmischen.

Björn über Micro zu ihr:

„Do hosch dä awä än Neddä ag’lacht!“
(deutsch: „Da hast Du Dir aber einen Netten angelacht!“)

(zur Erklärung: Ich hatte ihm mal wieder einen Jacky-Cola besorgt 😆 )

Wann beginnt das WochENde?

Ich habe gestern gegen 17 Uhr meinen Hammer fallen lassen.
Natürlich im übertragenen Sinn, denn schließlich arbeite ich in der EDV.
Aber das richtige Wochenendgefühl kommt erst jetzt langsam bei mir an und wird mich gegen 14 Uhr – nach zwei Stunden Fahrt – überschwemmen.
Das erfordert eine gewissenhafte Vorbereitung …

Ommmm

Lächeln

Ich betrete das Firmengebäude und Frau B. sieht lächelnd aus ihrem Büro:

„Herr ngb, wenn ich sie morgens ohne Jacke die Straße entlang kommen sehe, muss ich lächeln!“

„Es ist doch schön, andere zum Lächeln zu bringen.“ erwidere ich lachend.

Zehn Minuten später klingelt das Telefon:

„Ngb, guten Morgen.“

„Hallo Herr Ngb, hier ist Frau B. Wie geht es Ihnen?“

„Danke gut! Was kann ich für Sie tun?“

„Ich hoffe, Sie haben meine Bemerkung nicht falsch verstanden. Ich wollte mich nicht über Sie lustig machen.“

„Um Gottes Willen Frau B., machen Sie sich bitte nicht solche Gedanken. Wie sollte ich es Ihnen verübeln, dass Sie mich morgens mit einem Lächeln begrüßen?!“

„Da bin ich ja beruhigt!“ sagt sie hörbar erleichtert. „Übrigens, traurig, dass Sie bald gehen!“

Ach, was tut das gut!

Lieben Sie Fastnacht oder sind Sie ein Karnevals-Muffel?

Diese Frage (auf Yahoo.de) kann ich mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten.

Als Clown, Cowboy, Indianer oder Banane verkleiden? Nein, danke!
In Prunksitzungen den Arsch platt sitzen? Nicht mit mir!
Den Hüpfdohlen Gardemädchen zujubeln? Da weiß ich besseres.
Polonaise und Carnevalsschlager? Weiche von mir Satan!

Was ich von Morgen bis Dienstag Nacht mache?

Ich bin bei unserer Fastnacht unterwegs.

Kostüm? Nein!
Als „Kleidung“ ein alter Bademantel, das Mieder der Großmutter, ein karierter Faltenrock, Netzstrümpfe, Gardinen oder eben alles das man sich irgendwie um den Körper befestigen kann und – wichtig – schön hässlich ist.

Make Up? Nein!
Schwarze Farbe ins Gesicht. Muss reichen.

Schmuck? Wieso nicht.
Eine Plüschratte an einer Sisalschnur, eine Gießkanne an einer Kette oder für mutige ein Schweineschädel an einem Kälberstrick … der Möglichkeiten gibt es viele.

Musik? Ja natürlich! Aber Rock!

Für 6 Tage bin ich jetzt ein anderer …

Dreibein

Ab heute bin ich nur noch mit einer Krücke unterwegs.
Drückt mir die Daumen, dass es wenigstens mit meinem Bein weiter so schnell aufwärts geht.

Die Meute

Ich hatte sie frei gelassen.

Mit überraschtem Blick hatten sie mich angesehen. „Ja, lauft!“ rief ich ihnen zu und unterstrich dies mit einer Geste. Kurzes Zögern, dann zerstreuten sie sich in alle Winde. Ungestüm wirbelten ihre Beine und hin und wieder wechselten sie abrupt die Richtung, wie um auszuprobieren, ob die Freiheit wirklich echt ist. Ausgelassen warfen sie sich in die Luft, schlüpften neugierig in Höhlen, zwängten sich durch dichtes Gestrüpp, wirbelten Laub auf und versuchten die Blätter zu fangen, ließen sich ins Wasser fallen und schüttelten sich heftig, wenn sie wieder heraus kamen. Sie warfen sich gegenseitig ins Gras und balgten ungestüm.

Ich erfreute mich an ihrer Lebenslust und ließ sie gewähren.

Doch plötzlich stürmten sie mit eingeklemmtem Schwanz zurück und versteckten sich zitternd hinter meinem Rücken. Eine dunkle Wolke senkte sich herab und keiner von ihnen mochte noch etwas von seiner Freiheit wissen oder diese nutzen. Über Wochen wagte keiner von ihnen, einen Fuß in diese bedrohliche Welt zu setzen. Jede Neugier wurde erdrückt von der Angst, die unangenehmen, fremden Seiten der Freiheit zu spüren.

Seit kurzem traut sich der eine oder andere vorsichtig ein Paar Schritte nach draußen zu tun, doch nicht ohne sich zwischendurch mit einem Blick, meiner Nähe zu vergewissern. Langsam lernen sie wieder Freiheit kennen – ob sie jedoch ihre unbeschwerte Freude daran wieder finden werden?