Archiv der Kategorie: Ratschläger

Wie Mann …

Wie Mann … besser riecht

Unter Umständen ist es hilfreich, zunächst durch Naseputzen die Atemwege zu befreien. 😉
Dann lässt Mann die Luft, durch möglichst langsames, tiefes Einatmen, damit diese sich etwas erwärmen kann, durch die Nase strömen.
Das Schließen der Augen erhöht die Konzentration auf die unterschiedlichen Duftnuancen.
Anfänger sollten zu Beginn erst versuchen, frischer, vermeintlich geruchloser Luft Duftspuren zu entringen. Umso größer ist die Freude, später die Düfte kurz vor einem Gewitter oder den Geruch frischen Waldbodens zu genießen.

Ich selbst bin inzwischen ein Liebhaber herberer Genüsse, die von vielen eher als unangenehm, ja womöglich sogar unappetitlich empfunden werden.
Diese Gerüche versetzen mich zum Teil um Jahrzehnte zurück. Der Geruch von Leder lässt mich in die Sattlerei meines einen Großvaters eintauchen, der von Bitumen erinnert mich an die Baufirma des anderen Großvaters, Heizöl an die kleinen Abenteuer der Kindheit, während derer oder nach denen wir uns im Heizkeller versteckten. Isopropanol lässt mich an die Ausbildung in Stuttgart denken, Zuckerrüben an die Jahre in Regensburg, Acetonitril an die Zeit in einem Pharmaunternehmen in Erlangen.
Der Duft von Frauen hat mich jedoch die ganze Zeit begleitet.
Ob es das verstohlene Schnuppern an Mänteln in der Garderobe war oder später das weniger schüchterne Einatmen an einer Achselhöhle nach durchtanzter Nacht. Und an keinem Tag riecht eine Frau wie am vorhergehenden …

Ich bin dann mal beim Schnuppern!

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Wie Mann … Frauen betört …

Nun sag‘ mal ehrlich: Was erwartest Du jetzt von mir?

Ein todsicheres Rezept, wie Mann eine Frau gewinnt? Eine Ansammlung toller Tipps?
Die finden sich im Internet zuhauf, doch ob sie so todsicher sind?
Oder ob danach nur Dein Tod sicher ist …?

Ich werde zu diesem Thema auch in Zukunft keine HowTo lesen.

Was bringt es, wenn Mann etwas spielt, das er nicht ist?
Wie lange kann er das?

Ich könnte jetzt mit meiner rauhen. tiefen, sonoren Stimme Frauen am Telefon betören, doch was tun, wenn mein Husten vorbei ist?

Bist Du nun enttäuscht?
Schön, das ist eine gute Übung. 😆

Wie Mann … seinen Kater ersäuft

Klar kann Mann, seinen Bierkater mit Wein ersäufen …
… oder Whisky darüber schütten …
… oder ihn mit Rum übergießen und anzünden …

Mann kann sich mit Arbeit zuschütten, um nicht über den Stress nachdenken zu müssen …

Mann kann versuchen den Kummer wegen der kleinen Roten mit der großen Schwarzen wegzuknutschen …

Oder Mann bewegt sich an der frischen Luft und macht sich Gedanken darüber, woher der dicke Kopf kommt und wie Mann ihn das nächste Mal vermeiden könnte. Rechtzeitig bremsen …

Wie Mann … kommuniziert

Er war vor gut 30 Jahren in meiner Parallelklasse. Cooler Typ, immer von Mädchen umgeben. Mädchen, die mich damals nicht interessierten. Zumindest habe ich mir das immer selbst so plausibel machen können, dass ich heute nicht das Gegenteil behaupten kann.
Er gehörte nicht zu denen, die mich ärgerten, er ignorierte mich nur.

Als er mich herein kommen sieht, ruft er. „Hallo ngb! Was machst Du hier?“ Seine Umarmung riecht nach „Cool Water“ und Whisky.
Ich überlege angestrengt, wie er heißt, kann meine Ratlosigkeit jedoch überspielen. Sein Anzug wirkt teuer, so weit ich das beurteilen kann, ist aber mitgenommen. Kravatte auf Halbmast, Hemd halb offen und etwas verschwitzt. „Schön, Dich mal wieder zu sehen! Hab‘ letztens Deinen Bruder gefragt, wo Du eigentlich steckst.“ sagt er mit signifikanten Artikulationsproblemen. Trotzdem wirkt er nicht abstoßend. Sehe ich echte Freude in seinen Augen?

„Du siehst nicht gut aus.“ bemerke ich und er beginnt zu lachen. „Hast Du heute mal in den Spiegel gesehen?“ fragt er und winkt dem Typen hinter des Theke, der – glaube ich – auch aus meinem Jahrgang stammt, aber ziemlich verlebt aussieht. Von seiner „Rockermähne“ ist noch ein halber Kranz verblieben, der ihm strähnig am Kopf klebt. „Hey Peter, schau mal wer da ist! Zwei GlenMorangie! Aber nicht so sparsam eingeschenkt, wie der letzte!“

Thomas, richtig, Thomas heißt er.

„Na Thomas, Du hast Deine Jeansjacke gegen ein Jacket getauscht?“

„Tja, kann ja schlecht mit T-Shirt in der Bank auftauchen …“ lacht er bitter,
„Aber Du läufst immer noch im Winter mit kurzen Hemden rum …“

Kein Thema über das ich jetzt diskutieren will, weshalb ich es ignoriere.

Als unsere Whiskys kommen verstummt er. Er blickt in sein Glas, als ob es mit ihm reden würde. Plötzlich sieht er auf. „Kennst Du Christine noch?“ Ich überlege. „Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich an die wenigsten aus der Schule erinnern.“

„Kann ich verstehen. War nicht immer einfach für Dich.“

Als er wieder schweigt, hake ich nach: „War sie bei Dir in der Klasse?“

„Nein, bei Dir. Ist eine Zeit mit Günther gegangen.“

„Der große hagere?“

Thomas lacht trocken: „Ja, the Giant! … Ich bin mit ihr verheiratet. … noch …“
Er legt mir seinen Arm um die Schulter und hält mir sein Glas hin.

Als wir angestoßen haben, stößt er mir freundschaftlich in die Rippen und sagt: „Du verstehst mich …“

Wie Mann … Zahnpasta spart

In Partnerschaften ist ein häufiger Streitpunkt der unsensible Umgang mit der Zahnpastatube.

Die einen lassen immer den Deckel offen, die anderen nehmen die Tube in die Hand und quetschen sie einfach aus. Und dann gibt es noch diejenigen, die Tuben wegwerfen, mit deren Inhalt man noch gut und gerne 10 bis 20 Mal die Zähne putzen können.

Oft liegt das auch einfach an der Unkenntnis über die richtige Technik.
Dem möchte ich Abhilfe schaffen.

Oft sieht eine fast leere Tube noch aus wie auf diesem Bild, weil Luft in die Tube gelangt ist.

Behoben werden kann dies, indem man die Luft mit einem Messergriff heraus streicht.

 

Danach sieht die Tube schön flach aus. Der flache Teil wird nun nach hinten geklappt.

Am Kopf der Tube stehen nun zwei Falzen nach rechts und links ab.

Zunächst faltet man die eine Seite auf voller Länge nach innen.

Dann verfährt man mit der anderen genauso.

Das lange schmale Ende wird nun nach vorn geschlagen.

Durch Pressen von Hinten auf die Mitte des Kopfes können nun auch die letzten Reste aus der Tube entnommen werden.

 

 

 

Noch ein letzter Tipp.

Wenn man die Zähne im Dunkeln putzt, kann man zudem noch eine Menge Strom sparen.

Wie Mann … sprachlich korrekt bleibt …

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder!
(…oder müsste es „Mitgliedinnen und Mitgliederer“ heißen?)
Liebe Elterinnen und Elter!
Liebe Kindinnen und Kinder!

AufAngeregt von einer Seite der Grazer Verkehrsbetriebe (wie bin ich nur dorthin geraten?) möchte ich einen kleinen Ausflug in die deutsche Sprache unternehmen, deren Erfinder mir nicht namentlich bekannt ist, der aber offenbar ein Frauenhasser war (ich nehme an er wurde vergiftet).
Wie anders lässt es sich erklären, dass er mit der deutschen Sprache die Frauen diskriminiert?

Hierzu ein paar Beispiele:
„60 % der Lehrer sind Frauen.“ Wieso unterschlägt man sie dann? Das ist unerhört!
Oder „Der Abteilungsleiter„!
Damit unterstellt man den Frauen, sie hätten keine Fähigkeit zum Führen.
Immer das gleiche!
Genauso wie bei „Führungskraft“ …
… ach ne, die ist weiblich …

aber es gibt ja noch viele gute Beispiele:
Koryphäe… äh, mhmm, auch weiblich … also ich meine das Wort ist weiblich … die Koryphäe der deutschen Geschichtswissensschaft Heinrich August Winkler z.B. wäre sicher nicht begeistert, wenn ich sie, ähh, ich meine ihn, als weiblich bezeichne … womit ich natürlich nicht sagen will, dass ich das weibliche Geschlecht gering achte … ich seh‘ schon, ich bin heut wohl nicht in Form und red‘ mich hier noch um Kopf und Kragen.

Aber jetzt!
Autorität
… oops!
Ob SIE glaubt, ich besäße keine Autorität, weil diese weiblich ist? … werd‘ sie gleich heut‘ Abend fragen.

Da ich heute offensichtlich keine große Hilfe bin, verweise ich auf das Handbuch zur nichtsexistischen Sprachverwendung in öffentlichen Texten, das sicher auch für den zwischenmenschlichen Bereich einige gute Tipps parat hat.

*vormichhingrübel* … Ärger, Missmut, Zorn, Schmerz, Untergang, Tod … alles männlich, so ein Mist! … Ja, der auch …

Wie Mann … stundenlang Angeln kann …

… ist mir selbst ein Rätsel 😀 Ich kann es nicht, lasse es mir jedoch gerne erklären.
Aber ich kann mich stundenlang von einem Lenkdrachen über den Strand ziehen lassen.
Und dabei denken!
Da sag noch einer, wir Männer seien nicht multitaskingfähig.