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Kakapo

Nein, das ist nichts unanständiges.

kakapoEs ist der größte Papagei der Welt. Noch.
Nicht, weil größere kämen, sondern weil sie selbst gehen.
Bis heute morgen glaubte ich, ich hätte schon lange keinen Sex mehr, bei diesen Papageien hört jedoch das Weibchen nur alle 3 bis 4 Jahre auf den Ruf des Männchens.
Als ob das nicht selten genug wäre, tut es dies aber nur, wenn der Rimu-Baum blüht.

Nun gut, denkt das unbedarfte Männchen, dann fliege ich so lange durch den Urwald, bis ich ein paarungsbereites Weibchen finde …

… und merkt dann mit Schrecken, dass es von der Evolution mit Stummelflügeln bedacht wurde, die es flugunfähig machen.

q.e.d.: Auch die Evolution arbeitet mit trial and error

Also sitzt das Männchen geduldig auf einem Ast, singt ohne Unterlass sein Lied, wackelt mit seinen Stummeln (auf die Größe kommt es nicht an, wenn man nicht damit fliegen möchte) und wartet auf ein Weibchen und die Blüte des Rimu-Baums. Irgendwann blüht der Baum, ein Weibchen kommt des Wegs …

… und hat Migräne.

Zu dumm zum Paaren!

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Evolution der Nassrasur

Schon vor 25000 Jahren haben sich Menschen Haare mit Werkzeugen entfernt. Höhlenmalereien sollen zeigen, dass sie dafür geschärfte Steine oder Muscheln benutzten.
Ich persönlich bin der Ansicht, dass sich manche Wissenschaftler zu sehr weit reichenden Interpretationen solcher oft grober Skizzen hinreißen lassen.

Skeptiker wie ich berufen sich daher lieber auf handfeste Fundstücke von Steinschabern, aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. Die Ägypter benutzten erstmals Messer aus Kupfer.

Im 17. Jahrhundert kamen in Sheffield klappbare Rasiermesser auf.
1901 entwickelte King Camp Gillette den Rasierhobel, den ich heute noch benutze (nicht das Original).

Neben solchen Auswüchsen wie Einwegrasierern gewannen Neuerungen wie die Doppelklinge (G2 Tandem) an Bedeutung, die neben dem technischen Fortschritt auch in Poesie und Musik Furore machten:

Ja, so glatt und so gründlich,
Ja, so gründlich und so glatt.
Weil die G2 zwei Schneiden hat …

Ab hier verzichte ich auf eine detaillierte Schilderung, weil ich diesen Beitrag noch im August posten möchte.

Es folgten

  • drei, vier und schließlich fünf Klingen, die zusätzlich einzeln schwingend gelagert sind
  • zusätzlich Streifen mir Gleitmittel
  • Gummilamellen die die Haare aufrichten
  • Schutzgitter, damit sich auch Anfänger nicht schneiden
  • in drei Freiheitsgraden schwenkbare Rasierköpfe
  • Elektroden, die mittels elektrischer Impulse die Haare zu Berge stehen lassen
  • Düsen für Pflegemittel
  • Füllstandsanzeige für deren Tank
  • Digitalanzeigen, die neben Uhrzeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die durchschnittliche Länge der Restbehaarung anzeigen
  • ein Boardcomputer der – abhängig von Alter, Geschlecht, Haarfarbe, religiöser und sexueller Ausrichtung – die nächste zu rasierende Region vorschlägt
  • etc.

Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen, denn Wissenschaftler arbeiten heute schon an Modellen, die mittels Quantenrotation den Haaren an die Wurzel gehen wollen.