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Erwachen

Mein Bewusstsein verändert sich.
Der schöne Traum verliert nach und nach seine feste Konsistenz und perlt langsam von meinen Gedanken, doch seine Energie ist schon in mich eingedrungen und er hinterlässt seine Keime in mir, die ich hegen und pflegen werde.
Ich besprühe sie regelmäßig mit temperiertem Wasser, sorge für ausreichend Sonne und Schatten, spreche mit Ihnen und freue mich am Wachsen ihrer Wurzeln.

Mein Vertrauen in diese zarten Triebe wächst.
Mir ist bewusst, dass ich diese Pflanze nicht immer in meiner kleinen Wohnung halten kann, denn ich wünsche mir, dass sie ein starker Baum wird. Ich werde mich verpflanzen müssen, um an der Seite dieses Baumes leben zu können.

In fünf Tagen bekommt meine Pflanze wieder Dünger. Dann werde ich wieder träumen. Träumen bis der Traum Realität wird.

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Planung und Realität

Geplant:

  1. Freitag Abend Farbroller, alte Zeitungen und Große Folie herrichten
  2. Samstag Morgen Wandfarbe und Abklebeband kaufen
  3. tagsüber alte Wohnung streichen
  4. Samstag Abend am See baden gehen
  5. Sonntag Abklebeband entfernen
  6. Alte Zeitungen entsorgen
  7. Wohnung und Fenster putzen
  8. Küchenschränke auswischen
  9. um 21 Uhr zufrieden nach hause kommen

Realität:

  1. erledigt
  2. erledigt
  3. erledigt
  4. Ausgefallen, weil das Streichen zu lange dauerte
  5. erledigt
  6. erledigt
  7. Wohnung nur notdürftig gereinigt, zu den Fenstern nicht mehr gekommen
  8. nur den gröbsten Dreck entfernt.
  9. Um 23:30 deprimiert und erschöpft in meine neue Wohnung zurück gekommen, aber kein „zuhause“ gefunden.

ungeplant

  1. SIE mit einer unbedachten Formulierung sehr verletzt, ohne die Möglichkeit zu haben, ihr in die Augen zu sehen, um das Missverständnis zu klären.

Harte Realität

Ganz bestimmt!
Ich weiß es sicher, denn ich habe es genau gesehen.
Mit eigenen Augen!
Es hat nichts zu bedeuten, dass das Bild jetzt in bunte Scherben zerfällt, in Staub, den der Wind wegträgt.
Ich hatte es in der Hand.
Ich habe es gefühlt!
Es floss mir durch die Finger.
Noch bevor es auf den Boden tropfen konnte, hatte es sich verflüchtigt, aber das macht es nicht weniger real.
Ich kann mich genau erinnern!
Auch wenn es sich jetzt wie ein Traum anfühlt.
Ein alter Traum.
Verschwommene Bruchstücke eines alten Traumes.
Ich bin mir sicher! Du glaubst mir, oder?
Also, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher.
Ehrlich!
Ich war überzeugt, es gesehen zu haben.
Ich hatte etwas in der Hand.
Bestimmt.
Sonst hätte ich mich doch nicht an etwas erinnern können, oder?
Irgendetwas war da – glaube ich.
Vielleicht war das auch an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit, aber da war etwas.
Ich bin überzeugt, da war etwas!
Ich bin sicher, ich war einmal.
Irgendjemand muss einmal sicher gewesen sein.
Ganz bestimmt!