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Glück

Mittags bei Nebel in Ulm wegfahren.
Das erste Blau durch die Wolken sehen.
Das Auto an einer Talstation abstellen.
Den Schnee unter den Schritten knirschen hören.
Sonnenstrahlen auf unberührter Schneefläche glitzern sehen.
Filigrane Schneehauben auf dunklen nackten Zweigen.
Kalte Luft dringt tief in die Lungen.
Licht durchdringt die Haut.
Bis zur Hüfte im Schnee versinken.
Ein Wolkensee zu Füßen der Alpen.
Schnee in den Schuhen und heiße Brühe in der Tasse.
Berge als Zeugen meines Glücks.

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Erwachen

Mein Bewusstsein verändert sich.
Der schöne Traum verliert nach und nach seine feste Konsistenz und perlt langsam von meinen Gedanken, doch seine Energie ist schon in mich eingedrungen und er hinterlässt seine Keime in mir, die ich hegen und pflegen werde.
Ich besprühe sie regelmäßig mit temperiertem Wasser, sorge für ausreichend Sonne und Schatten, spreche mit Ihnen und freue mich am Wachsen ihrer Wurzeln.

Mein Vertrauen in diese zarten Triebe wächst.
Mir ist bewusst, dass ich diese Pflanze nicht immer in meiner kleinen Wohnung halten kann, denn ich wünsche mir, dass sie ein starker Baum wird. Ich werde mich verpflanzen müssen, um an der Seite dieses Baumes leben zu können.

In fünf Tagen bekommt meine Pflanze wieder Dünger. Dann werde ich wieder träumen. Träumen bis der Traum Realität wird.

Macht Liebe attraktiv?

Werde ich jetzt mehr von Frauen angelächelt, weil die Sonne scheint?
Oder nehmen sie wahr, dass ich verliebt bin?
Oder lächle ich bloß öfter?
Oder haben sie mich schon die ganze Zeit angelächelt und ich habe es einfach nicht bemerkt?

Zweifel

Schwarze Spinnfäden schweben vor dem Auge. Ungeduldig wische ich sie beiseite. Sie fesseln meine Hände, wickeln sich um meinen Kopf, verdunkeln die Sonne und nehmen mir den Atem.

Angst steigt in mir auf.
Angst und Entschlossenheit.

Nein!
Nicht mit mir!
Nicht ohne Gegenwehr!

Heftig streife ich die Schatten ab.
Tief durchatmen.

Kraichgau

Impressionen

Sonne, Luft, Licht, Farben, Düfte, Ruhe, Neues Leben, ein leerer Kopf, der das alles aufnehmen darf, ohne es zu bewerten. Es ist wie es ist …