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Zuhause …

… ist da, wo mein Bett steht.

Ich habe keine Beziehung zu meiner Wohnung. Von anderen weiß ich, dass ihr home auch ihr castle ist, aber für mich trifft das nicht zu.

Einziger Zweck meiner zeitweiligen Quartiere ist es, ein Dach über dem Kopf zu haben und einen Platz, an dem ich meine Dinge unterstellen kann. Natürlich nutze ich mein Domizil auch, um mich zurückzuziehen, mir die Decke über den Kopf zu ziehen.
Unterschlupf wäre dann die richtige Bezeichnung – oder Höhle.
Und meine Forderungen an meine Unterkunft, sind entsprechend bescheiden.

  • Sicher soll sie sein – so sicher wie ich es als „105 Kilo-Hüne“ brauche. Das heißt, sie braucht eine Tür. Diese muss nicht abschließbar sein. Es genügt, wenn sie einem unliebsamen Besucher klar macht: „Hier ist eine Grenze!“
    Wie ernst mir diese Grenze ist, kann ich dem Besucher schon selbst klar machen.
  • Sie soll eine Temperatur haben, bei der ich mich wohl fühlen kann, also irgendwo zwischen 15 und 25 Grad.
  • Sie muss groß genug sein, dass ich mich aufrecht hinstellen und ausgestreckt liegen kann.

Da ich mich jedoch unter zivilisierten Menschen bewege, steigen die Anforderungen noch etwas.

Um mich für die Außenwelt herzurichten, benötige ich Platz für ein Mindestmaß an Kleidung und ein Bad mit Dusche. Für die Kommunikation ist ein DSL-Anschluss unabdingbar.

Weil ich hin und wieder aber auch Besuch habe, sollte meine Bleibe einen leicht zu reinigenden Bodenbelag haben, eine kleine Küche ,einen Balkon und eine Heizung.

Meine Einzimmerwohnung erfüllt diese Anforderungen vollständig.

Aber sie ist nicht mein Zuhause.

Planung und Realität

Geplant:

  1. Freitag Abend Farbroller, alte Zeitungen und Große Folie herrichten
  2. Samstag Morgen Wandfarbe und Abklebeband kaufen
  3. tagsüber alte Wohnung streichen
  4. Samstag Abend am See baden gehen
  5. Sonntag Abklebeband entfernen
  6. Alte Zeitungen entsorgen
  7. Wohnung und Fenster putzen
  8. Küchenschränke auswischen
  9. um 21 Uhr zufrieden nach hause kommen

Realität:

  1. erledigt
  2. erledigt
  3. erledigt
  4. Ausgefallen, weil das Streichen zu lange dauerte
  5. erledigt
  6. erledigt
  7. Wohnung nur notdürftig gereinigt, zu den Fenstern nicht mehr gekommen
  8. nur den gröbsten Dreck entfernt.
  9. Um 23:30 deprimiert und erschöpft in meine neue Wohnung zurück gekommen, aber kein „zuhause“ gefunden.

ungeplant

  1. SIE mit einer unbedachten Formulierung sehr verletzt, ohne die Möglichkeit zu haben, ihr in die Augen zu sehen, um das Missverständnis zu klären.